Landhockey
Rotweiss Wettingen steht im Finale und trifft auf Servette

Nach den Frauen von Rotweiss Wettingen haben es in der Feldmeisterschaft auch die Männer ins Finale geschafft und treffen nächstes Wochenende auf Servette.

Patrizia Obrist
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Rotweiss Wettingen steht mit Fabian Winzeler (r.) im Finale.

Rotweiss Wettingen steht mit Fabian Winzeler (r.) im Finale.

Roland Jaus

Es wäre ein gern gesehenes Déjà-vu: Nach dem totalen Wettinger Triumph vor einem Jahr, wo sich sowohl die Frauen wie die Männer den Feldmeister-Titel sicherten, könnte sich die Geschichte jetzt wiederholen. Möglicherweise könnte Rotweiss den zwölften Titel der Männer und den elften der Frauen auf dem Feld binnen dreizehn Jahren holen.

Neu formiertes, junges Team

Nachdem Wettingens Trainer Thomas Dauner auf die Rückrunde hin sein junges Männerteam neu formierte, spielte die Mannschaft stets souverän und erreichte so den Playoff-Halbfinal gegen Olten. Dass es sogar mit dem Endspiel geklappt hat, war nach dem eher enttäuschenden 3:3 im Hinspiel noch ungewiss.

Dort war Wettingen von Beginn an spielbestimmend, jedoch auch nervös. Mindestens dreimal vergaben sie hundertprozentige Chancen und verwandelten zwei kurze Ecken nicht. Oltens grösste Chance bis dahin war eine kurze Ecke. Fast ein wenig aus dem Nichts kam in der 30. Minute Jan Hödle an den Ball und brachte Rotweiss endlich in Führung.

«Wir wollen immer ins Final»

Nach der Pause wiederum waren rund fünf Minuten gespielt, ehe Beni Messerli per Schlenzer eine kurze Ecke zum 2:0 verwandelte. Wettingen machte danach weiter das Spiel, liess aber erneut viel zu viele hochkarätige Chancen ungenutzt. So blieb es am Ende nur beim 2:0. Trotzdem freute sich Dauner gewaltig: «Wir wollen immer ins Final, doch wegen des jungen Teams war dies vor Saisonbeginn nicht sicher, ob wir es wirklich schaffen. Gerade weil die Jungs stets kämpften, haben sie das Endspiel redlich verdient.»

Im Final gegen Servette, das vor dem Halbfinale auf Platz drei lag, ist alles offen. Während Wettingen am vierten Spieltag die Genfer 4:1 besiegte, mussten sie sich in der Rückrunde ausgerechnet nur ihnen 3:2 geschlagen geben. So weiss Dauner: «Die Chancen, den fünften Rasentitel in Serie zu holen, stehen bei 50:50.» Gerade weil der Trainer am nächsten Sonntag in Wettingen seinen letzten Arbeitstag haben wird, wäre ein erneuter Doppelerfolg für ihn und den ganzen Verein eine tolle Sache.