Landhockey
Rotweiss Wettingen ist erfolgreich mit Interimslösungen

Obwohl Profitrainer Thomas Dauner nach Deutschland zurückgekehrt ist und Rotweiss an der Seitenlinie mit ehemaligen Aktiven und Spielertrainern arbeitet, sind die Wettinger wie gewohnt vorne dabei.

Alexander Wagner
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Fabian Wassmer (rechts, Rotweiss Wettingen) am Ball.
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Rotweiss Wettingen: Erfolgreich mit Interimslösungen
Rotweiss Wettingens Hasna El Allaly (rechts).
Catia Koller (Mitte) von Rotweiss Wettingen.

Fabian Wassmer (rechts, Rotweiss Wettingen) am Ball.

Alexander Wagner

Bevor die Feldsaison in die Winterpause geht, verabschiedeten sich die Männer mit einem 3:1-Sieg gegen Black Boys Genf von der heimischen Bernau und eroberten damit den zweiten Tabellenplatz zurück. Die Frauen bauten mit einem 2:0-Erfolg, ebenfalls gegen Genf, ihre Leaderposition aus.

Besser hätte der Auftakt in die letzte Partie der Vorrunde für die Männer von Rotweiss Wettingen kaum sein können. Mit dem ersten Angriff gelang fast der Führungstreffer. Nur wenig später konnte sich der Genfer Goalie nicht mehr anders helfen, als den Wettinger Stürmer umzusäbeln. Jan Hödle verwertete den fälligen Penalty souverän. Noch in der ersten Hälfte erhöhten der junge Raphael Brunner und Spielertrainer Andreas Benz auf 3:0. Danach gelang der jungen Equipe aus Wettingen nicht mehr allzu viel und sie mussten noch den Ehrentreffer der Black Boys hinnehmen, doch der Sieg war nie in Gefahr.

Erfolgreich mit Spielertrainerduo

Damit beenden die Aargauer die Vorrunde auf dem zweiten Rang, nur drei Zähler hinter Leader Luzern. Und dies mit einer enorm jungen Mannschaft, die sich praktisch selber trainiert. Chefcoach Thomas Dauner entschied sich am Ende der letzten Saison, zurück nach Deutschland zu gehen. Seitdem leiten Philip Keller, der sich einen Knorpelschaden am Knie operativ entfernen lassen musste, von der Bank aus und Andreas Benz auf dem Feld die Geschicke des Teams. «Das ist eine grosse Herausforderung für uns», erklären beide Neo-Trainer. «Es braucht Zeit mit dieser jungen Mannschaft und man kann nicht erwarten, dass wir mal so locker den Titel holen», betont Keller; und Benz, der als unermüdlicher Kämpfer ein Vorbild auf dem Platz ist, ergänzt: «Zuerst muss sich das Team auch finden, wir konnten leider noch kein Spiel mit der Stammformation bestreiten.»

Die Wettinger wollen aber wieder einen Profitrainer anstellen. «Das ist klar unser Ziel», betont Präsident Alfred Wälti. Doch bis jetzt wurde kein geeigneter Trainer gefunden. Am Geld soll es nicht scheitern. «Die Finanzierung ist gesichert», unterstreicht Wälti. Was im Moment nicht optimal geregelt ist, sind die Juniorenteams. Und diese sind das grosse Kapital von Rotweiss, deshalb hoffen die Verantwortlichen, bald einen geeigneten Trainer zu finden.

Frauen ohne Konkurrenz

Auch bei den Frauen leitet mit den beiden Ex-Nationalspielern Michael Kloter und Melina Antoniadis ein internes Duo die Geschicke der Titelverteidigerinnen. Dies noch erfolgreicher, haben die Rotweissen doch alle Partien der Vorrunde gewonnen. Ehrlicherweise muss aber angefügt werden, dass die nationale Konkurrenz bei den Frauen deutlich kleiner ist. Beim ungefährdeten 2:0-Erfolg gegen Black Boys Genf bekleckerten sich die Aargauerinnen aber nicht gerade mit Ruhm.

Die beiden internen Doppel-Lösungen sollen mindestens noch für die Hallensaison gelten. Doch weiteren Erfolgen des Rekordmeisters steht auch ohne Profitrainer nichts im Wege.