Landhockey
Rotweiss international nur Mittelmass

Wettingens Frauen steigen am Europacup in Mannheim aus der höchsten Gruppe ab. Die Wettingerinnen verfehlten damit das gesteckte Ziel klar. Immerhin: Rotweiss konnte in den meisten Partien ziemlich gut mithalten.

Mirco Klaus
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Wettingens Stephanie Wälti lässt die Holländerin Belle van Meer, die an der WM 2011 zur besten Spielerin gewählt wurde, stehen. a. wälti

Wettingens Stephanie Wälti lässt die Holländerin Belle van Meer, die an der WM 2011 zur besten Spielerin gewählt wurde, stehen. a. wälti

Das Ziel für das Europacup-Turnier in Mannheim war klar: Die NLA-Frauen von Rotweiss Wettingen wollten im Vergleich mit den besten acht Landesmeistern aus Europa den sechsten Platz erreichen, was für den Ligaerhalt gereicht hätte. Doch es kam anders. Bereits am ersten Tag zeichnete sich eine Enttäuschung ab. Gegen den holländischen Vertreter SV Kampong verloren die Frauen mit 2:4. Das zweite Spiel gegen den bulgarischen Meister endete gar in einem 2:13-Desaster.

Trotzdem ist Alexandra Wälti, Captain des Teams, zufrieden mit dem Auftritt ihres Teams: «Wir sind noch ein sehr junges und unerfahrenes Team. Dafür verkauften wir uns in fast allen Spielen sehr teuer. Wir konnten mit Top-Teams lange gut mithalten. Das ist sehr erfreulich. Geholfen haben uns auch die vielen Schweizer Fans, welche extra mitgereist sind. Und wir wollen dafür sorgen, dass die Fans nächstes Mal wieder mehr Grund zum Feiern haben.»

In der Schweiz kaum gefordert

Am zweiten Tag gab es ein 3:3 gegen Terrassa (Sp) und eine 2:5-Niederlage gegen den italienischen Meister. Am dritten Tag dann noch der versöhnliche Abschluss mit dem 5:4-Sieg gegen den ukrainischen Vertreter.

In der Schweizer Meisterschaft werden die Wettingerinnen kaum gefordert. Sie führen die Tabelle ohne Verlustpunkt an. Und nicht selten gewinnen sie ihre Spiele mit zehn oder mehr Toren Unterschied. Ob der fehlende Rhythmus mitschuldig am schlechten Abschneiden ist? «Die Umstellung auf das internationale Niveau war vielleicht schon ein wenig schwierig. Denn das Tempo in der Meisterschaft ist nicht sehr hoch. Es gibt nur wenig umkämpfte Spiele – das ist schade. Wir müssen oft Freundschaftsspiele gegen internationale Teams machen, um uns an den höheren Rhythmus gewöhnen zu können», meint die 26-Jährige.

Aber die junge Mannschaft aus Wettingen hat keine Zeit, um dem verpassten Ziel lange nachzutrauern. «Der Europacup und die Meisterschaft gehen nach einer kurzen Pause wieder weiter und wir müssen nach vorne schauen. Denn wir wollen unseren Schweizer-Meister-Titel unbedingt verteidigen», so die zuversichtliche Alexandra Wälti.