Motorsport

«Rothrister mit Leib und Seele»: Fabio Leimer in seinem Wohnort geehrt

Fabio Leimer (Archivbild).

Fabio Leimer (Archivbild).

In einem Ehrungsapéro für Gäste und Fans blickte Fabio Leimer nochmals auf seine Saison mit dem GP2-Meistertitel zurück. Trotz aller Freude: Die Zukunft des 24-Jährigen ist noch immer ungewiss.

«Reden zu halten, ist nicht so mein Ding», gab Fabio Leimer anlässlich seines Ehrungsapéros in Rothrist zu, «aber ich freue mich extrem, dass so viele Leute gekommen sind, um mit mir den GP2-Meistertitel zu feiern.»

In seiner Ansprache auf der Bühne, in deren Hintergrund ein Bild auf die Leinwand projiziert wurde, auf dem stand «Rothrister mit Leib und Seele», betonte der 24-Jährige seine Verbundenheit zu seiner Wohngemeinde und versprach: «Ich werde sicher in Rothrist bleiben, egal, ob mich mein Weg in die Formel 1 oder sonst wohin führt. Und glücklicherweise gibts ja auch ein Altersheim, ich kann also noch lange hier wohnen.»

Stolze Gemeinde

Rothrist sei stolz, einen solchen Bürger zu haben, erklärte Gemeindeammann Hans Jürg Koch und erwähnte die Vorteile «seiner» Gemeinde, zum Beispiel die zentrale Lage: «Wir liegen etwa in der Mitte zwischen Hockenheim und Monza.» Auch Kochs SVP-Parteikollege und Regierungsrat, Alex Hürzeler, fand für Fabio Leimer nur lobende Worte: «Talent, Wille und Fähigkeiten sind da. Es wäre wichtig, dass wieder ein Schweizer den Sprung in die Formel 1 schafft.»

Finanzielle Grenzen

Derzeit sieht es jedoch nicht danach aus, dass Leimer ein Cockpit in der Königsklasse würde ergattern können. «Es ist schon frustrierend, wenn man weiss, dass man mithalten könnte, es aber am Finanziellen scheitert», so der Rothrister, der gerade die Hälfte seiner Rekrutenschule absolviert hat, «meine Zukunft ist momentan noch sehr ungewiss.»

Priorität geniesst immer noch die Formel 1, «aber es gibt auch andere interessante Möglichkeiten», erklärt Leimers Manager Stefan Meier, «etwa Langstreckenrennen oder die neue Elektro-Rennserie Formel E.» Eine andere Alternative wäre ein sogenanntes Zwischenjahr, «damit wir für die Saison 2015 etwas aufbauen könnten», sagt Stefan Meier.

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