Fussball
Rothrist ist Aargauer Cupsieger 2014!

Der Favorit aus Rothrist setzt sich im Aargauer Cupfinal in Brugg gegen Windisch mit 4:0 durch.

Jonas Burch
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Grosse Freude beim FCR über den Cupsieg.

Grosse Freude beim FCR über den Cupsieg.

Otto Lüscher

Die Rollen vor dem Cupfinal waren klar verteilt: In der 2.-Liga-Meisterschaft liessen die Rothrister Windisch mit einem 3:0 und 5:0 jeweils keine Chance. Aber der Cup schreibt bekanntlich seine eigenen Gesetze. Für Windisch war das Endspiel das Highlight der Saison, Rothrist steckt noch mitten im Aufstiegsrennen in die 2. Liga interregional.

Frühe Führung für Rothrist

Doch die Rothrister bewiesen von Beginn weg, dass man keine Lust auf eine Windischer Cup-Überraschung hat. Bereits nach 11 Minuten netzte Manuel Zobrist zum 1:0 ein. In der 33. Minute sorgte Yves Hüsser nach einem Eckball mit dem 2:0 bereits für eine kleine Vorentscheidung. Und Windisch? Es fehlte an Effizienz und Kreativität. Das 3:0 und 4:0 in der zweiten Hälfte waren nur noch Ergebniskosmetik. «Wir waren absolut auf Augenhöhe. Das Resultat sieht zwar deutlich aus, aber es spiegelt den Spielverlauf in keiner Form wieder», sagt Windisch-Sportchef Angelo Ponte nach der Partie. Dennoch war ein Schuss ans Lattenkreuz (73.) die einzige hochkarätige Torchance der Windischer. Wäre dieser Ball aber ins Tor, wäre mit dem 1:2-Anschlusstreffer wieder alles offen gewesen.

Doch es sollte und wollte nicht sein. So hadert man bei den Verlierern mit dem verlassenen Glück. «Ich bin stolz auf die Mannschaft. Aber es hätte genau so gut andersherum ausgehen können», sagt Ponte weiter. Trotzdem ist die erhoffte Taktik («Wir wollten den Gegner überraschen») nicht richtig aufgegangen.

Erleichterter Neuenschwander

Anders sieht die Gefühlslage natürlich bei den Siegern aus Rothrist aus. Trainer Willy Neuenschwander reibt sich den Schweiss von der Stirn. «Wir fanden nur sehr schwer ins Spiel. Viele Fehlpässe, viele Abstimmungsprobleme.» Mit der Zeit kamen die Rothrister aber immer besser in Fahrt. Vor allem das frühe 1:0 liess den Favoriten-Druck etwas abfallen. Aber auch Neuenschwander sagt: «Das Resultat ist zu hoch ausgefallen. Am Ende war die Effizienz der entscheidende Faktor für den Sieg.»

Bereit für den Endspurt

In der Tat. Auch Rothrist erspielte sich nur wenig Chancen. «Mann, do ufem Feld esch aber wenig los», tuschelte es aus den Zuschauerrängen. Viel los war vor allem «zwischenmenschlich». Gleich drei rote Karten wurden verteilt – wirklich hitzig oder unsportlich war die Partie aber nie.

Rothrist kann das Gerede egal sein. Mit dem Pokal in der Tasche geht der FCR nun den Endspurt in der Meisterschaft an. «Vielleicht waren ein paar Spieler gedanklich nicht voll beim Cup-Spiel», spekuliert Neuenschwander. Drei Runden sind noch zu spielen. Rothrist hat dabei nur einen Punkt Rückstand auf Leader Lenzburg. «Jetzt können wird uns wieder voll auf die Meisterschaft konzentrieren». Und der Cup-Sieg dürfte dem Selbstvertrauen sicher nicht geschadet haben.