«Es ist wirklich eine sensationelle Sache, dass es endlich geklappt hat, aufs Podest zu fahren», erklärte der Kölliker Rico Peter, nachdem er am letzten Wochenende in Altenberg als Dritter mit dem grossen Schlitten seinen ersten Weltcup-Podiumsplatz eingefahren hatte. «Es bedeutet mir sehr viel, weil wir doch ein paar Jahre darauf hingearbeitet haben». Arbeit, die sich aber nicht nur dieses dritten Ranges wegen gelohnt hat, auch die restlichen Resultate des bisherigen Winters geben zu Freude Anlass.

Im Zweier resultierten bisher die Plätze fünf (Lake Placid), sechs (Calgary) und vier (Altenberg), mit dem grossen Schlitten die Ränge sieben (Lake Placid) und neun (Calgary). Ausserdem durfte Peter mit seinen Anschiebern an den Schweizer Meisterschaften in St. Moritz gleich zweimal Edelmetall in Empfang nehmen. Musste er sich mit dem Zweier noch von Beat Hefti geschlagen geben, deklassierte er im Viererbewerb – ohne Beat Hefti – die gesamte Konkurrenz um 1,37 Sekunden und mehr.

Der Appetit kommt beim Essen

Die Fortschritte sind also offensichtlich – und auch erklärbar. «Es begann bereits mit dem intensiven Sommertraining», erklärt der 31-jährige Kölliker, «meine Anschieber und ich sind athletisch äusserst gut in Form. Ausserdem arbeitet das ganze Team hervorragend zusammen und auch das Material passt.» Wenn dann noch zwei «mehr oder weniger gelungene Läufe», wie es Peter beschreibt, dazukommen, kann dabei sogar ein Weltcup-Podestplatz herauskommen. «Beim Start haben wir einen Sprung nach vorne gemacht und können jetzt mit den besten Equipen mithalten», erklärt Peter, «und auch bezüglich Material ist etwas gegangen. Selbstverständlich gehört beides zusammen.»

Der Appetit kommt beim Essen. So ist es auch beim Kölliker Bobpiloten. «Vor der Saison war unsere Zielsetzung möglichst viele Resultate in den Top sechs», erklärt Peter, «dazu gehören natürlich auch Podestplätze. Wir hoffen schwer, dass der eine oder andere Spitzenrang noch drinliegt.» Etwa an den fünf verbleibenden Weltcup-Stationen oder auch an den internationalen Titelkämpfen.

Alles für ein gutes Resultat

«An den Europameisterschaften in La Plagne wollen wir den letztjährigen zweiten Platz bestätigen und zumindest wieder aufs Podest fahren», sagt Peter selbstsicher, «und auch an der WM in Winterberg wollen wir um die Medaillen mitkämpfen. Dort dürfte es aber ungleich schwieriger werden, vor allem gegen die Deutschen, die auf ihrer Bahn natürlich zu favorisieren sind. Wir werden aber alles für ein gutes Resultat geben.»

Zunächst geht es für Peter und die anderen Weltklasse-Bobpiloten im Weltcup Schlag auf Schlag weiter. Dieses Wochenende stehen die Rennen in Königssee (De) auf dem Programm. Die WM wird Ende Februar/Anfang März an zwei Wochenenden durchgeführt.