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Revanche nach Cup-Out: Laufenburg-Kaisten siegt gegen Colombier Volley

Die Fricktaler NLB-Mannschaft überzeugte im Spiel gegen Colombier und liess daher auch ihren Emotionen freien Lauf.

Die Fricktaler NLB-Mannschaft überzeugte im Spiel gegen Colombier und liess daher auch ihren Emotionen freien Lauf.

Im Dezember scheiterte das NLB-Team von Laufenburg-Kaisten im Schweizer Cup noch an Colombier Volley. Am Samstag galt Revanche, welche auch glückte. Dank einer überzeugenden Leistung siegte das Heimteam mit 3:1.

Die Affiche zwischen den beiden Teams gab es bereits Mitte der Saison. Im 1/16-Finale des Schweizer Cups trafen die beiden Teams aufeinander. Colombier in einem kleinen Hoch, damals auf Rang zwei der Westgruppe - Laufenburg-Kaisten kämpfte darum, überhaupt den Einzug in die Playoffs zu schaffen. Das Fricktaler Team war zu dieser Zeit in einem Tief, mussten mehrere vermeidbare Niederlagen einstecken. So endete auch die Partie in Colombier mit einem klaren 3:0 Sieg für die Gastgeber.

Am Samstag in Laufenburg galt daher Revanche. «Jeder Spieler, der beim Cup-Spiel schon dabei war, hatte etwas gut zu machen. Und das hat man gesehen», sagt Mike Fehlmann. Was Laufenburg-Kaisten sicher zu Gute kam, war, dass sie wieder die Favoritenrolle abgeben konnten. «Wie schon gegen Bern haben wir besser gespielt als während der ganzen Qualifikationsrunde. Wir spürten keinen Druck und das scheint uns zu helfen», so Fehlmann weiter. 

Colombiers Spiel lastete auf einer Person

Colombier, angeführt vom ehemaligen Schweizer Bundesligaprofi Joel Bruschweiler, diktierte das Spiel von Beginn weg. Er war es auch, warum die Gäste aus der Romandie sich nicht komplett abhängen liessen.  Laufenburg-Kaisten konnte sich aber auf den Ex-Internationalen einstellen. Etwas Gutes hatte die verlorene Cup-Partie: Laufenburg-Kaisten wusste, wo Colombiers Stärken und Schwächen liegen sowie wer ihr wichtigster Mann ist.

Laufenburg-Kaisten sammelte indes am meisten Punkte, wenn Captain Stjepan Grgic am Service war. 6:2 stand es schon nach wenigen Minuten. Auch die Aussenangreifer überzeugten in diesem Spiel, sie konnten vor allem Punkte über die lange Diagonale sammeln. Colombier zeigte Schwächen in der Annahme und Verteidigung. Kaspar Bürge, der wieder auf der Zuspielposition fungierte, konnte alle seine Mitspieler einsetzen. Bürges Art des Zuspiels ist etwas anders, als diejenige von Jachowicz und Pfund. Bürge, der zwei Saison beim ehemaligen Spitzenklub Lugano spielte, lernte, viel auf den Diagonalangreifer zu passen. Dario Schmid wurde am Ende der Partie auch zum Man of the Match gewählt wurde.

25:18 siegte Laufenburg-Kaisten im ersten Satz - verdiente, spielten sie doch fast fehlerfrei. Im zweiten Durchgang dann das pure Gegenteil: Hatte zuvor noch Colombier massiv Probleme in der Annahme, fielen nun immer mehr Bälle beim Heimteam ins Feld. 9:13 stand es zwischenzeitlich. Am Schluss 22:25.

Überzeugende Schlussphase

Auch im dritten Satz schnappte sich die Gastmannschaft zu Beginn die Führung. 3:6 stand es, als Grgic an den Service trat. 7:6 war danach das Ergebnis, ab dann spielten beide Teams ihre Sideout aus. Dann handelte sich das Heimteam wieder vier Punkte Rückstand ein, aufgrund von Angriffsfehlern. Severin Hekele und Schmid blockten nur wenige Ballwechsel später zwei Bälle, worauf sie auf 17:19 herankamen. Colombier wurde ab dann etwas nervös, schlugen zwei Bälle ins Aus, während Laufenburg-Kaisten souverän auftrat und den Rückstand noch zu einem 25:23 kehrte.

Die Angreifer überzeugten, und Bürge zog im Zuspiel gekonnt die Fäden. «Wir hatten Colombiers besten Spieler aus dem Spiel genommen. Zudem zeigten alle Angriffspieler eine gute Leistung», sagte Bürge zufrieden. So auch im vierten Satz, wo vor allem der Block gut stand. Hekele zum 7:5, Schmid zum 10:9 und Grgic mit Schmid zum 11:9 - durch die starke Blockarbeit war Colombier gezwungen, sein Anspiel zu verstärken, was auch zu Fehlern führte.

Die Romands, die vor dem Spiel noch auf Rang zwei in der Tabelle lagen, schafften es auch weiter nicht, am Block vorbei zu kommen. Grgic/Brander (15:12) und Hekele/Brander (16:13) sorgten für die bleibende Führung. 25:19 hiess es am Ende des vierten Satzes.

Dank des Sieges rückt Laufenburg-Kaisten in der Tabelle zwei Ränge vor. Sie liegen auf Platz 6, nur zwei Punkte hinter Rang 3. Könnte da noch etwas gehen in den Playoffs? «Wir dürfen uns jetzt keinen Druck auflegen, sondern müssen von Spiel zu Spiel schauen, was möglich ist», meint Fehlmann. Und Bürge ergänzt: «Es ist sicher noch möglich, einige Plätze gut zu machen.»

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