René Weiler schwächt allerdings ab. Der Trainer des FC Aarau sagt: «Wir haben es nicht ganz geschafft, sind allerdings auf einem guten Weg. Rein rechnerisch betrachtet ist aber noch alles möglich.» In der Rolle als Trainer ist Weiler zur Tiefstapelei quasi verdammt. Geht es in der Schlussphase nicht drunter und drüber, wird der FC Aarau im Juli dieses Jahres in die zweite Saison in der höchsten Spielklasse steigen.

Doch damit nicht genug: «Es ist mein Job, die Mannschaft in dieser Phase weiter zu bringen. Jeder Spieler hat Verbesserungspotenzial. Ich will Fortschritte sehen.» Darüber hinaus halten die FCA-Spieler Tugenden wie Stolz und Ehre hoch und wollen die Meisterschaft nicht verfälschen. Und zu guter Letzt geht es für sie auch um Punkteprämien.

Am nächsten Samstag gastiert mit YB Aaraus Angstgegner im Brügglifeld. In der Vorrunde setzte es gegen die Berner ein 0:4 und ein 0:3 ab. Die Hoffnungen des Aussenseiters auf ein besseres Abschneiden ruhen in erster Linie auf Klassetorhüter Lars Unnerstall sowie den früheren Winterthurern Sven Lüscher und Luca Radice, die ihre Torgefährlichkeit mehr und mehr aufblitzen lassen.

Bezüglich Planung der kommenden Saison 2014/15 gibt es einige Baustellen. Die Kernfragen: Wer ersetzt Artur Ionita und wird neuer Partner von Captain Sandro Burki im defensiven Mittelfeld? Wer sorgt für mehr Kreativität im Offensivbereich? Wie heisst der neue Topstürmer? Und wer ist Torhüter Nummer eins? «Zum jetzigen Zeitpunkt ist alles offen», sagt Sportchef Urs Bachmann.

Zum Kader stossen wird aller Voraussicht nach der 18-jährige Aussenverteidiger Miguel Peralta, der momentan beim Erstligisten FC Baden spielt. Glaubt man Gerüchten, soll der neue Spielgestalter bereits gefunden sein. Wie sagte Präsident Alfred Schmid unlängst so schön: «Nach den fünf Transfers in der Winterpause haben wir ein breites Kader. Nun gilt es in erster Linie, mit gezielten Transfers die Qualität zu steigern.»