Der Auftakt zum ersten Finalspiel gelang Rotweiss Wettingen nach Wunsch: Nach einer kurzen Ecke konnte der Rekordmeister in Führung gehen. Doch kurz darauf gelang Servette der Ausgleich und durch einen Abspielfehler konnten die Gäste nachlegen. Rotweiss versuchte alles und machte mächtig Druck, doch der zweite Treffer wollte einfach nicht gelingen. «Im ersten Spiel waren wir einfach zu schwach», bilanzierte Co-Trainer René Schmidli.

Erster Schuss ein Gegentreffer

Damit war die Ausgangslage für das Team von Trainer Philip Keller klar: Sie brauchten in Genf einen frühen Erfolg. Rotweiss kam auch zu grossen Möglichkeiten, konnte diese jedoch nicht verwerten. Praktisch mit der ersten Chance gelang Servette der Führungstreffer. Kurz darauf konnten die Romands nachdoppeln. Die junge Mannschaft um den ehemaligen Bundesligaspieler Manuel Keller probierte erneut alles und kämpfte verbissen. Doch dadurch entstanden Räume in der Abwehr, welche Servette geschickt nutzte und mit einem Konter zum 3:0 alles klar machte. «Insgesamt ist der Meistertitel für Servette verdient», sind sich Keller und Schmidli einig, die früher selber jahrelang für den Rekordmeister auf Torejagd gingen.

Rotweiss einziger Bezwinger

Damit hat Servette während der ganzen Saison nur gerade eine Partie verloren – den Cupfinal gegen Wettingen. Für die junge Truppe von Rotweiss ist es mit dem Vize-Meistertitel und dem Cupsieg trotzdem eine sehr erfolgreiche Saison. Und lange Zeit um sich über den verpassten Meistertitel zu ärgern haben die Wettinger gar nicht. Dazu ist der Terminplan viel zu dicht: Bereits am Donnerstag reisen die Aargauer zum nächsten Highlight. Ab Freitag stehen sie am Europacup in Prag im Einsatz. Und da könnten die Wettinger mit einem gelungenen Auftritt auf europäischer Bühne dieser Saison doch noch die Krone aufsetzen.