Die auf dem Papier bislang leichteste Aufgabe liegt hinter dem FC Wohlen. Sie endete wenig zufriedenstellend. Gegen das Tabellenschlusslicht aus La Chaux-de-Fonds gab es lediglich ein Remis.

Nach der Entlassung von Piu Nascimento, dem angekündigten Rücktritt von Alain Schulz und der äusserst schwierigen Trainersuche der nächste kleinere Rückschlag für die Freiämter. Durch die Last-Minute-Niederlage von YF Juventus beim FC Sion II liess man eine grosse Chance ungenutzt, bis auf zwei Punkte an den ersten Nichtabstiegsplatz heranzukommen.

Nun gastiert die Elf, die voraussichtlich weiterhin von Alessio Passerini betreut wird, auswärts auf den SC Cham. Die Innerschweizer rangieren zur Zeit mit bislang 31 Punkten auf dem achten Rang, nur fünf Punkte hinter dem Drittplatzierten Bellinzona. Bislang eine solide Saison für die Rot-Blauen vom Eizmoos.

Von dort kam in der Winterpause Thomas Schiavano zum FC Wohlen. In Cham war der Angreifer nicht glücklich und kam nicht zu den nötigen Einsatzzeiten, um sich weiterentwickeln zu können. Diese bekommt er nun in Wohlen, konnte jedoch einzig im Auftaktspiel des Jahres 2019 bei Lausanne-Ouchy glänzen. Dort gar mit zwei Treffern! Auch seine Torgefährlichkeit wird gefragt sein, wollen die Blau-Weissen Punkte aus dem Eizmoos entführen.

Wichtig ist auch, dass die Spieler endlich Konstanz finden. Zu oft zeigte man innert der 90 Minuten zwei Gesichter und brachte sich so selbst um wertvolle Punkte. Auch zuletzt gegen La Chaux-de-Fonds konnte sich das Team nicht für eine gute erste Hälfte belohnen. Stattdessen kam der Einbruch nach der Pause, nach der die biederen Westschweizer schnell zum Ausgleichstreffer kamen und somit die Wohler aus dem Konzept brachten.

Neun Spiele verbleiben der Mannschaft noch, um sich in der Promotion League zu halten. Sie muss lernen, auch mit Rückschlägen umzugehen und ein Spiel über 90 Minuten voll konzentriert zu Ende zu spielen. Ob der FC Wohlen letztlich die Klasse hält, ist keine Frage des Könnens, sondern des Charakters.