Swiss League
Reinachs Top-Torschützin Evelina Raselli wechselt per sofort zu Brynäs IF nach Schweden

Silvan Hartmann
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Evelina Raselli wechselt von den SC Reinach Frauen zu Brynäs IF

Evelina Raselli wechselt von den SC Reinach Frauen zu Brynäs IF

Alexander Wagner

Evelina Raselli, Stürmerin der NLA-Frauen des SC Reinach, wechselt per sofort nach Schweden zum schwedischen Topklub Brynäs IF.

Der Wechsel wird in Schweden mit grossen Lettern vermeldet. So verdrängt die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin am Mittwochnachmittag auf der Klubhomepage von Brynäs selbst die wichtigsten Nachrichten des Männer-Profiteams.

«Es ist eine grosse Ehre für mich, die Chance zu haben, für Brynäs zu spielen. Und ich denke, dass dies der richtige Ort für mich ist, um mich weiter entwickeln zu können. Ich möchte als Spielerin und als Person an dieser Aufgabe wachsen», lässt sich Raselli auf der Homepage zitieren.

Reinach-Trainer Peter Küng: «Evelina ist ein grosser Verlust für uns»

Die 27-Jährige wird beim SC Reinach eine grosse Lücke hinterlassen. Mit zehn Toren aus zehn Spielen war Raselli die beste Torschützin der laufenden Saison. «Evelina ist ein grosser Verlust für uns. Aber wir glauben an das bestehende Team und bin überzeugt, dass wir noch immer genug Qualitäten haben, um bestehen zu können», sagt Trainer Peter Küng, der Raselli den Wechsel «von Herzen gönnen mag».

Bereits vor einem Jahr hatte Brynäs versucht, Raselli zu einem Wechsel zu bewegen. Sie fühlte sich aber noch nicht bereit dazu. Nun aber hat sie einen Vertrag bis vorerst Ende Saison unterschrieben.

Auf Raselli wartet ein höchst professionelles Umfeld mit mehr Trainings, mehr Spielen. Zudem wird sie finanziell entschädigt. Beim Klub ist die Rede von 25000 SEK (2600 Fr.), die man in Raselli investieren will. Das Geld soll von einer früheren Spendenaktion von Fans stammen, von welcher noch Geld im Topf übrig war.

Auch wird Raselli bei der Jobsuche von klubinternen Leuten geholfen. Und schliesslich trifft sie bei Brynäs auf ihre Nationalteam-Kolleginnen Lara Stalder und Sarah Forster.

Raselli: «Ich freue mich auf den Einstieg und hoffe, dass ich mit meiner Arbeitsmoral und meinem Willen viel zum Erfolg beitragen kann».

Nach dem 3:2-Sieg herrscht bei den Spielerinnen des SC Reinach gute Laune: Als einziges Team der Liga konnten sie Leader Lugano fordern.
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Von der Reputation des amtierenden Meisters liessen sich die Reinacherinnen wenig beeindrucken.
Trotzdem erwischten sie keinen guten Start in die letzte Partie der Regular Season.
Bereits im ersten Drittel gingen die Gäste aus dem Tessin mit 2:0 in Führung.
Erst im Mitteldrittel war die Zeit der Heimmannschaft gekommen, die endlich richtig ins Spiel fand.
Lena Lutz und Andrea Fischer sorgten für den alles verändernden Ausgleich zum 2:2.
Die Krone setzte diesem das freche Tor der Nationalspielerin Noemie Ryhner auf.
SC Reinach - Hockey Club Ladies Lugano (18.11.2019)
Über den Sieg freut sich nicht nur der Trainer des SC Reinach, Peter Küng.
«Sicherlich habe ich gehofft, dass wir diesen Schritt einmal machen. Aber damit gerechnet habe ich nicht», sagt er.
Trotz dieser beherzten Leistungen schreibt Küng den Sieg nicht einzelnen Spielerinnen zu.
Einmal mehr konnte der SC Reinach mit einer starken Mannschaftsleistung einen Sieg einfahren.
Anders als in der Vergangenheit ist das Team kaum mehr abhängig von Individualleistungen und überzeugt über alle drei Linien.
Vor allem die Leistungsbereitschaft der Mannschaft, die sich auch am Samstag nie ganz abgeschrieben hatte, sticht heraus.
Einmal mehr konnte der SC Reinach mit einer starken Mannschaftsleistung einen Sieg einfahren.
Noch fehlt den Reinacherinnen die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten.
In der sechs Teams umfassenden NLA stellt Reinach die Mannschaft mit den zweitwenigsten erzielten Treffern.
«Was wir sicherlich noch verbessern müssen, ist die Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Wir brauchen zu viele Chancen», sagt Küng.
Durch intensives Training soll der Makel ausgemerzt werden und das Team so volle Kraft voraus gehen.
Nicht nur in der am Wochenende startenden «Masterround» soll die zurzeit drittplatzierte Mannschaft begeistern.
Auch in den Playoffs soll die Mannschaft im Gegensatz zu vergangenen Spielzeiten endlich einmal überzeugen.
Die gesammelten Erfahrungen sollen dabei helfen, mit dem vorherrschenden Druck umgehen zu können.
Ebenso hofft der Verein, dass er in diesem Jahr nicht mit Verletzungspech konfrontiert werden wird.
Nach dem Halbfinalausscheiden der letzten beiden Spielzeiten will Küng nun hoch hinaus.
Die Mannschaft weiss zu gefallen und soll dies auch weiterhin so handhaben.
Am Besten soll sie in dieser Saison endlich wieder einmal ein grosses Highlight setzen.
«Mit dieser Mannschaft darf man als Trainer sicher auch die Ambitionen haben, den Final zu erreichen», sagt Küng.

Nach dem 3:2-Sieg herrscht bei den Spielerinnen des SC Reinach gute Laune: Als einziges Team der Liga konnten sie Leader Lugano fordern.

Alexander Wagner