Eishockey

Reinach sündigt in Langenthal

Die Reinacherin Chantal Winistörfer (r.) im Kampf um den Puck gegen Langenthals Joy Jessica Lutz.  bieri

Die Reinacherin Chantal Winistörfer (r.) im Kampf um den Puck gegen Langenthals Joy Jessica Lutz. bieri

Mit einem unausgewogenen Auftritt vergab der SC Reinach seine Sieges-Chancen in Langenthal und kassierte eine 3:5 Niederlage im Oberaargau. Gegen die defensive Organisation der Gastgeber fanden die Reinacherinnen kein Gegenmittel.

«Wir haben zu viel studiert statt agiert, und dann kommt man immer zu spät», analysierte Headcoach Philipp Steiner. Die Einheimischen nutzten die Sturm- und Drangphase durch Koka und die Ex-Reinacherin Steck zur beruhigenden 2:0-Führung. Nach einem weiteren Treffer durch die lettische Nationalspielerin Koka nahm Coach Steiner sein Time-out. «Wir versuchten, Druck zu machen, was uns phasenweise gelang, aber dann haben wir wieder zu oft gesündigt», erklärte Steiner. Mit der Umstellung auf zwei Linien konnten die Oberwynentalerinnen nur kurz vom erhöhten Rhythmus profitieren. Das 1:3 durch Heiz in der 35. Minute leitete keine Wende ein.

Koka beendet Reinacher Hoffnung

Den vierten Langenthaler Treffer durch Thalmann konterten die Reinacherinnen noch durch Barmettler. Das 5:2 durch Koka beendete ihre Hoffnungen jedoch. «Beim fünften Gegentor verloren wir die Geduld, denn wir liefen zu viert gegen das Langenthaler Tor und kassierten diesen Konter», sagte der SCR-Coach. Das Stochertor acht Sekunden vor Schluss durch die als NLA-Topskorerin abgelöste Stiefel kam zu spät. Es blieb beim Endstand von 5:3.

Kontinuität wichtiger denn je

Trotz dieser Niederlage fühlen sich die Aargauerinnen auf Kurs. «Wir hatten viele Wechsel, was sich noch auf das Zusammenspiel auswirkt», sagte Steiner. Seine Hauptaufgabe ist es, Kontinuität einzubringen. Das Erreichen der Playoffs ist das klare Ziel. Vom EHC Brandis sind zahlreiche Spielerinnen dazu-gestossen, die über eine B-Lizenz verfügen. Bei Laura Trachsel stehen noch gesundheitliche Abklärungen aus. Zudem musste Reinach einige Abgänge verkraften. Wie zum Beispiel die Schottin Angela Taylor und Melanie Häfliger, die beide zum Leader ZSC wechselten. Ausserdem verpflichtete Langenthal neu die ehemalige Reinacherin Martina Steck.

Die nächste Chance auf Punkte haben die Aargauer Eishockeyanerinnen im nächsten Heimspiel gegen den EV Bomo aus Thun.

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