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«Eigentlich gehören wir ins Mittelfeld»: Neuer Trainer soll den FC Küttigen wieder zum Jubeln bringen

Der FC Küttigen sitzt nach 13 Saisonspielen in der 2. Liga auf dem zweitletzten Platz. Seit sieben Spielen wartet der Aufsteiger nun schon auf einen Sieg, daran konnte auch Neo-Trainer Goran Duvnjak bei seiner Premiere nichts ändern. Optimistisch bleibt er trotzdem.

Nik Dömer
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Fragende Blicke: Der FC Küttigen hat das Siegen verlernt.

Fragende Blicke: Der FC Küttigen hat das Siegen verlernt.

Alexander Wagner

Dieser Moment, wenn der Schiedsrichter abpfeift und die Mannschaft gemeinsam einen Sieg bejubeln kann, genau wegen dieser Emotionen wird der Fussball geliebt. Beim FC Küttigen wartet man sehnlichst auf einen solchen Gefühlsausbruch. Der Aufsteiger hat seit sieben Partien kein Spiel mehr gewonnen.

Inzwischen ist in Küttigen der grosse Paukenschlag erfolgt. Andreas Bürgisser, seit sechs Jahren Trainer der 1. Mannschaft, musste seinen Platz räumen. Acht Punkte nach zwölf Partien war für den Vorstand eine zu magere Ausbeute, auch wenn der Aufsteiger anschauliche Spiele ablieferte.

Andreas Bürgisser musste vergangene Woche seine Sachen packen.

Andreas Bürgisser musste vergangene Woche seine Sachen packen.

Alexander Wagner

Richten soll es nun Goran Duvnjak, der zuletzt beim Drittligisten HNK Adria Aarau an der Seitenlinie stand. Der 43-Jährige kennt sich mit den beiden höchsten Aargauer Fussballligen aus. Vor seiner Tätigkeit als Cheftrainer war er als Assistent beim FC Klingnau tätig und feierte dabei den Cupsieg sowie den Aufstieg in die 2. Liga inter.

«Wir sind zu wenig abgezockt»

Der neue Trainer ist sich sicher, dass die Qualität seiner Mannschaft der aktuellen Positionierung (Platz 15) nicht gerecht wird: «Eigentlich gehören wir ins Mittelfeld, aber mir ist bereits aufgefallen, dass es dem jungen Team noch ein bisschen an Erfahrung fehlt. Wir sind zu wenig abgezockt.»

Goran Duvnjak war bereits als Assistenztrainer mit dem FC Klingnau erfolgreich in der 2. Liga.

Goran Duvnjak war bereits als Assistenztrainer mit dem FC Klingnau erfolgreich in der 2. Liga.

Screenshot: Facebook/fcklingnau

Was Duvnjak damit meint, war bei seinem ersten Spiel gegen den FC Windisch am letzten Samstag ersichtlich: «Wir lagen 1:0 in Führung und hatten den Gegner mehrheitlich im Griff. Am Schluss verloren wir dennoch mit 1:2, weil wir dem Gegner gerade mal zwei Chancen zugestanden haben. In der 2. Liga werden Fehler sofort bestraft, das muss diesem Team bewusst werden.»

Der Neo-Trainer kann dieser Niederlage aber auch etwas Positives abgewinnen: «Ich habe eine Mannschaft gesehen, die lebt. Das Selbstvertrauen ist trotz Negativspirale intakt. Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir gegen den Leader verloren haben. Windisch hat schon eine echt starke Mannschaft.»

Die Mannschaft vom FCK ist intakt, jedoch fehlen die positiven Ergebnisse.

Die Mannschaft vom FCK ist intakt, jedoch fehlen die positiven Ergebnisse.

Alexander Wagner / FOTO Wagner

Trotzdem: Der FC Küttigen braucht so schnell wie möglich Siege, damit er nicht den Anschluss verliert. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den Strich. «Wenn ich mir unser Torverhältnis anschaue, dann ist unschwer zu erkennen, dass die Defensive stabilisiert werden muss. Als gelernter Innenverteidiger ist es dabei mein Anspruch, dass ich der Mannschaft die richtigen Inputs dafür geben kann.»

Vor der Pause sollen noch zwei Siege her

Natürlich stellt sich bei einem Trainerwechsel auch immer die Frage nach neuen Spielern. Folgt nun entsprechend die grosse Transferoffensive im Winter?

Auf den FC Küttigen wartet ein happiges Restprogramm in diesem Jahr.

Auf den FC Küttigen wartet ein happiges Restprogramm in diesem Jahr.

Alexander Wagner / FOTO Wagner

Doch Duvnjak möchte noch nicht weit vorausschauen. «Damit befasse ich mich noch nicht. Der Fokus gilt für die restlichen zwei Partien der bestehenden Mannschaft, die ich noch besser kennen lernen möchte. Nach der Herbstrunde werde ich mich dann gemeinsam mit dem Sportchef bezüglich des Kaders austauschen.»

Im Hinblick auf das schwierige Restprogramm vor der Winterpause gibt sich der Trainer optimistisch, obwohl die Gegner FC Suhr (Platz 5) und Wohlen 2 (Platz 3) heissen: «Wir müssen uns vor niemandem verstecken. Natürlich sind das grosse Brocken, aber ich bin hier, um Spiele zu gewinnen. Ich will vor der Pause noch sechs Punkte eintüten.»

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