Challenge League

Problem erkannt: Ohne Maierhofer und Serey Dié übt der FC Aarau fleissig Standardsituationen

Am Mittwochvormittag standen beim FCA nur Standardsituationen auf dem Trainingsplan

Am Mittwochvormittag standen beim FCA nur Standardsituationen auf dem Trainingsplan

25 Gegentore in 11 Ligaspielen, die schwächste Abwehr aller zehn Teams - der Hauptgrund, warum der FC Aarau bislang im Challenge-League-Mittelfeld dümpelt, ist offensichtlich. Bei genauerem Hinschauen fällt auf: Neun der 25 Gegentore fielen nach Standard-Situationen, also Eckbällen oder Freistössen in Strafraumnähe. Zwei davon in den ersten acht Minuten im Heimspiel am vergangenen Freitag gegen Lausanne (1:3), das somit schon kurz nach Anpfiff für den FCA verloren war.

Was tun gegen die eklatante Schwäche bei ruhenden Bällen, die auf Konzentrationsmängel zurückzuführen ist? Üben, üben, üben. Am Mittwochvormittag beweist ein Augenschein im FCA-Training: Der Trainerstab hat das Problem erkannt und lässt die Spieler nach dem Warm-Up über eine Stunde lang das Defensiv-Verhalten bei Eckbällen und Freistössen trainieren. Sowohl mit Raum- als auch mit Raumdeckung. Zuletzt hatte FCA-Chefcoach Patrick Rahmen auf Raumdeckung umgestellt, was gegen Kriens gut (3:2) und gegen Lausanne (1:3) in die Hosen ging.

Ob im Hinblick auf das kommende Auswärtsspiel beim Überraschungsteam und Tabellendritten Wil wieder auf Manndeckung umgestellt wird, wollte Rahmen nicht verraten. Verständlich, die Ostschweizer mit Trainer Ciriaco Sforza sollen sich nicht im Voraus darauf einstellen können.

Zwei prominente Abwesende und ein Trainingsgast

Nicht auf dem Trainingsplatz standen Stefan Maierhofer und Geoffroy Serey Dié. Beide blieben angeschlagen in den Stadion-Katakomben und liessen sich behandeln. Die Trainingsausfälle fallen weniger ins Gewicht, da Serey Dié in Wil gesperrt zuschauen muss und Maierhofer nach seinen schwachen 45 Minuten gegen Lausanne kaum ein Thema für die Startelf in Wil sein dürfte.

Erfreulich: Mit Olivier Jäckle, Marco Schneuwly und Liridon Balaj nehmen drei Langzeitverletzte wieder am Mannschaftstraining teil. Ob es einer oder mehrere des Trios schon in Wil aufs Matchblatt schaffen, ist offen. 

Ein neues Gesicht im FCA-Training ist Nicolas Hunziker. Der ehemalige Stürmer des FC Thun (Vertrag aufgelöst) trainiert mit, um sich fitzuhalten. Eine Verpflichtung des früheren Basel-Juniors ist aktuell kein Thema, da es beim FCA im Sturm eher ein Überangebot statt Personalmangel gibt.

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