Pferdesport
«Podium du Rib» ist Anwärter aufs Podium im Aarauer Schachen

Morgen Sonntag küren die Schweizer Traber im Aarauer Schachen ihren Meister. Barbara Aebischers Pferd «Podium du Rib» gewinnreichste Pferd im Feld.

Willi Bär
Merken
Drucken
Teilen
Barbara Aebischer (hier mit «Volute de Clermont») gehört zu den Sieganwärtern bei der Meisterschaft der Traber.

Barbara Aebischer (hier mit «Volute de Clermont») gehört zu den Sieganwärtern bei der Meisterschaft der Traber.

Keystone

Die Anziehungskraft der Meisterschaft der Traber ist ungebrochen. Der Prix du Président in Avenches mag höher dotiert sein, doch das prestigeträchtigste und populärste Trabrennen der Schweiz bleibt die Meisterschaft im Aarauer Schachen. Nachdem schon Monate und Wochen im Voraus über die Starter in der 67. Austragung gewerweisst worden war, ist das Teilnehmerfeld nun seit dem Mittwoch bekannt.

Die zwölf Pferde, die sich am Sonntag um 16 Uhr hinter den Flügeln des Startautos einreihen werden, versprechen hochstehenden und spannenden Rennsport. Für jeden der Kandidaten lassen sich Argumente anführen, wieso gerade er auf einen Spitzenplatz laufen wird.

Die besten Referenzen vorweisen kann «Podium du Rib», das Pferd von Barbara Aebischer. Mit einer Gewinnsumme von rund 608'000 Franken ist der zwölfjährige Wallach das gewinnreichste Pferd im Feld. Dass auch seine aktuelle Verfassung stimmt, bewies er am 13. August in Avenches, als er bei seinem Sieg in der Trophée Vert etliche Meisterschaftsgegner hinter sich liess.

Schliesslich ist ihm mit der 3 eine sehr günstige Startnummer zugelost worden. Seine Fahrerin, die aus Schöftland stammende Barbara Aebischer, zeigt sich denn auch zuversichtlich: «‹Podium du Rib› ist sehr gut drauf, über die Startposition kann ich mich auch nicht beklagen, sodass ich schon mit einem Spitzenplatz rechne. Den Sieg zu erwarten, wäre angesichts der starken Gegner jedoch vermessen.»

Als ihre schärfsten Konkurrenten betrachtet Aebischer, die noch unter ihrem früheren Namen Barbara Schneider 2007 und 2009 im Sulky von «Napoléon de Bussy» zweimal die Meisterschaft gewonnen hat, «Tango du Martza», «Un Géant d’Amour», «Tsar d’Acanthe» und natürlich Titelverteidiger «Padolin».

Ein unkompliziertes Pferd

Vor einem Jahr hatte «Padolin» die 66. Ausgabe der Meisterschaft als Aussenseiter mit einem Kopf Vorsprung auf den ebenfalls wieder antretenden «Racing Charm» gewonnen. Diesmal gehört der kleine, aber schnelle Dunkelbraune zum Favoritenkreis. Auch er hat zuletzt Form bewiesen, kam er doch in der Trophée Vert lediglich eine Halslänge hinter Sieger «Podium du Rib» ins Ziel.

Gab es in den ersten Jahrzehnten des Rennens immer wieder Mehrfachsieger – der legendäre «Gel de Retz» triumphierte zwischen 1980 und 1985 fünfmal – haben sie inzwischen Seltenheitswert. «Padolin» wäre seit der Stute Harola im Jahre 2004 das erste Pferd, das seinen Titel erfolgreich verteidigt.

Besitzer Roland Müller aus Fehraltorf im Zürcher Oberland freut sich auf das Rennen: «Zwar hat ‹Padolin› einen Startplatz in der zweiten Reihe, doch er ist ein unkompliziertes Pferd, mit dem man die Taktik dem Rennverlauf anpassen kann.» Um zu gewinnen, brauche es in Aarau immer etwas Glück. Er sei aber zuversichtlich, dass «Padolin» einen vorderen Plätze belegen werde.