NLA-Handball

Plötzlich Topskorer des TV Endingen: Claudio Vögtli erzielt im Vergleich zu den Vorjahren vier Mal mehr Treffer

Claudio Vögtli ist mit 5,2 Treffern pro Partie aktueller Topskorer des TV Endingen.

Claudio Vögtli ist mit 5,2 Treffern pro Partie aktueller Topskorer des TV Endingen.

Der 23-jährige Linkshänder Claudio Vögtli ist offensiv so erfolgreich wie noch nie – am Samstag empfängt sein neuntplatzierter TV Endingen den siebtplatzierten BSV Bern. Anpfiff in der GoEasy Arena in Siggenthal Station ist um 18 Uhr.

Claudio Vögtli hat beim TV Endingen so richtig eingeschlagen. 52 Treffer hat der 23-Jährige für seinen neuen Klub in dieser Saison bereits erzielt. Dank dieser 5,2 Tore pro Partie ist der Linkshänder Topskorer des TVE und aktuell fünftbester Skorer der gesamten NLA.

Vögtli stiess auf diese Saison hin vom HC Kriens-Luzern zu den Surbtalern. Und der Transfer scheint sich für ihn auszuzahlen: «Ich habe diesen Wechsel gebraucht. Bei Kriens-Luzern kam ich nicht über die Reservistenrolle hinaus, in Endingen hat man mir schnell signalisiert, dass ich mehr Einsatzzeit und Verantwortung erhalten werde», sagt Vögtli.

Die neue Verantwortung scheint den 1,92 Meter grossen und 91 Kilogramm schweren Rückraumspieler richtiggehend zu beflügeln. In seiner zuvor offensiv produktivsten Saison erzielte Vögtli 1,3 Treffer pro Partie – und damit viermal weniger als jetzt.

«Sein Platz ist in der NLA»

Seine Juniorenzeit hat Vögtli in der Innerschweiz absolviert. Zudem durchlief er sämtliche Stufen der Junioren-Nationalteams ab der U17. «Claudio beweist hier gerade allen, dass sein Platz in der NLA ist», sagt TVE-Trainer Zoltan Majeri.

Der international gut vernetzte Handball-Tausendsassa hatte Vögtli bereits während seiner Juniorenzeit beobachtet: «Er arbeitet sehr gut und macht dank seiner Seriosität schnelle und grosse Fortschritte.»

WG mit Teamkollege Sven Schafroth

Seit seinem Wechsel zum TVE lebt Vögtli nur noch teilweise in Horw. Drei- bis viermal in der Woche nächtigt er in Brugg, wo er zusammen mit seinem derzeit verletzten Teamkollegen Sven Schafroth in einer WG wohnt.

«Wenn ich aber am nächsten Tag Vorlesungen habe, fahre ich am Abend nach dem Training noch mit dem Zug in die Innerschweiz», sagt Vögtli. Der Jus-Student absolviert derzeit das sechste und «im Idealfall» letzte Semester der Bachelor-Stufe.

Seit der 3. Runde im Topskorer-Trikot

Sein persönliches Trikot mit der Rückennummer 28 hat Vögtli in dieser Saison erst zweimal getragen. Dann war er plötzlich Topskorer. Plötzlich deshalb, weil es dafür beim TVE durchaus andere Kandidaten gegeben hätte.

Doch diese hatten im bisherigen Saisonverlauf mit Verletzungen zu kämpfen oder liefen ihrer Form vergangener Tage hinterher. Und so ist es seit der dritten Runde eben Vögtli vorbehalten, im Topskorer-Trikot aufzulaufen.

Erster Sieg 2019/20 gegen den BSV?

Trotz Vögtlis bisher starken Leistungen wartet der TV Endingen weiterhin auf den ersten Saisonsieg seit dem Wiederaufstieg in die NLA.

Und warum sollte dieser nicht im Heimspiel vom Samstag (Anpfiff: 18 Uhr) gegen den siebtplatzierten BSV Bern im GoEasy Tatsache werden? «Wir haben nach dem letzten Spiel (dem 23:32 bei Kriens-Luzern, d. Red.) etwas gutzumachen», sagt Vögtli. Als Topskorer kann er seinen Beitrag dazu sicher leisten.

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