Eishockey 1. Liga

Playoffs verpasst: Saisonende für die Argovia Stars

Christoph Frei (r.) im Kampf gegen einen Spieler von EHC Regio Zuchwil.

Christoph Frei (r.) im Kampf gegen einen Spieler von EHC Regio Zuchwil.

Nachdem die Argovia Stars am Samstag das kapitale Spiel gegen den direkten Konkurrenten um den letzten Playoffplatz, den SC Lyss, verloren hatten, ging es am Dienstag im letzten Saisonspiel, bei welchem der EHC Zuchwil-Regio auf der KEBA zu Gast war, dann eigentlich um nichts mehr.

Auch am Samstag konnten sich die Argovia Stars zahlreiche Chancen erkämpfen und zeigten grossen Einsatz. Leider war es jedoch auch wieder so, dass die Effizienz in der Chancenauswertung mangelhaft war.

Nachdem das erste Drittel unglücklich mit 0:1 verloren ging, zeigte das Mitteldrittel die Probleme in der Chancenauswertung deutlich auf: Aus 6 Strafen gegen den SC Lyss konnte lediglich ein Tor erzielt werden. Trotz deutlich mehr Spielanteilen kam dann aber wieder der Gegner zum nächsten Tor und konnte nach einem Konter souverän zum 1:2 einnetzen.

Im Schlussdrittel drückten die Aargauer noch wacker auf den Ausgleich und einen möglichen Sieg, nahmen sich jedoch durch einen Abwehrfehler, der zum 1:3 führte, den Wind gleich selber aus den Segeln. Das 1:4 Schlussresultat war dann ein Schuss ins leere Tor.

Das letzte Spiel spiegelt den Saisonverlauf

Die Saisonderniere am Dienstag zeigte im Kleinen noch mal auf, weshalb es diese Saison für die Argovia Stars nicht in die Playoffs gereicht hat: Von defensiven Aussetzern, die zu frühen Rückständen führen über starken Kampf und offensive Druckphasen, aus denen viele Torchancen kreiert werden können, die leider viel zu ineffizient ausgenützt werden, zu Niederlagen in Spielen, die man vom Spielverlauf und der Spielstärke her auch hätte gewinnen können.

Am Ende ging dieses Spiel, in welchem, da es um nichts mehr ging, bei beiden Teams auch nicht bis zur letzten Konsequenz ans Limit gegangen wurde, mit 2.5 an den EHC Zuchwil Regio.

Trotz verpassten Playoffs viele Positives

Die Saison 2016/2017 zeigte neben der Enttäuschung, die Playoffs verpasst zu haben, auch viel Positives. Was in der vergangenen Saison mit einer ebenfalls sehr jungen und unerfahrenen Mannschaft teilweise an Glück bei den Argovia Stars war, fiel wohl in dieser Saison eher den Gegnern zu.

Die meisten Spiele waren jedoch stark und auch bei Niederlagen spielte man in der Regel auf Augenhöhe. Die Offensivabteilung konnte stets Chancen kreieren und auch defensiv stand man meist solid. Neben der fehlenden Routine, dem Wettkampfpech und dem teilweisen Unvermögen in der Chancenauswertung kam diese Spielzeit sicherlich auch die wegen dem KEBA-Umbau erschwerte Vorbereitungsphase hinzu, in welcher auf verschiedenen Eisbahnen teilweise reduziert trainiert werden musste.

Der jungen Mannschaft, in welcher inklusive Torhüter meist etwa fünf Spieler der Jahrgänge 1998 und 1997 vertreten waren sowie dem Coachingteam Eric Wittwer und Andy Wehrli gebührt trotz des frühen Ausscheidens ein grosses Lob und man kann gespannt sein, wie sich das Team weiter entwickeln wird.

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