Gleich vier Begegnungen standen für die Männer des STV Oberentfelden am vergangenen Wochenende auf dem Programm. Es waren die vier letzten der laufenden Qualifikation. Nach den beiden Niederlagen zum Auftakt nach der Sommerpause war für das Team von Christian Zbinden klar: Es müssen Siege her.

Im ersten Spiel des Wochenendes konnten die Oberentfelder, die nach wie vor auf die beiden verletzten Kevin Hagen und Kevin Nützi verzichten mussten, diese Vorgabe nicht erfüllen. Gegen den Tabellentdritten aus Widnau verloren sie mit 2:3, zeigten aber eine gute Leistung. «Wir hätten durchaus gewinnen können, machten aber ausgerechnet in den wichtigen Situationen ein paar unnötige Fehler zu viel», so Trainer Christian Zbinden. Immerhin konnte seine Mannschaft das zweite Spiel des Tages gegen Kantonsrivale Vordemwald souverän mit 3:1 gewinnen.

Steigerung im letzten Spiel

Nach zwei von vier Spielen lagen die Oberentfelder noch immer auf dem fünften Rang, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Und nun war auch klar, das die Entscheidung im letzten Spiel gegen den direkten Konkurrenten Elgg-Ettenhausen fallen wird. Davor musste der STV Oberentfelden auf heimischem Terrain aber noch gegen das abstiegsgefährdete Jona antreten – quasi als Hauptprobe für das entscheidende Duell zum Abschluss.

Diese Hauptprobe ging aber gründlich daneben. Gleich mit 0:3 verloren die Oberentfelder. «Das war eine Katastrophe. Wir haben wirklich auf allen Positionen schlecht gespielt und kamen körperlich nicht auf Touren. Man muss aber auch sagen, dass Jona sehr, sehr gut gespielt hat», so Trainer Zbinden.

Im Spiel gegen Elgg-Ettenhausen musste also eine Steigerung her. Und die kam. Die Oberentfelder erwischten den besseren Start und gewannen die ersten beiden Sätze mit 13:11 und 11:5. «Je länger die Partie dauerte, desto besser wurde das Niveau. Die Abwehraktionen auf beiden Seiten waren unglaublich und das Spielniveau war sehr hoch», sagte Zbinden. Nachdem der dritte Satz verloren ging, konnte sich das Heimteam noch einmal steigern und dank einem 12:10 im vierten Durchgang das Spiel für sich entscheiden.

Revanche für die Oberentfelderinnen?

Bereits am nächsten Wochenende warten nun die Playoffs. Das Team von Christian Zbinden kann sich dabei mit zwei Siegen noch die Bronzemedaille sichern. «Das wäre natürlich grossartig, aber allein schon die Tatsache, dass wir mit so vielen verletzten Spielern die Playoffs erreicht haben, ist eine tolle Leistung. Natürlich sind unsere Ansprüche höher, aber unter den diesjährigen Bedingungen müssen wir damit zufrieden sein. Alles, was noch kommt, ist Zugabe», bilanziert Zbinden.

Christine Meran und ihre Teamkolleginnen vom STV Oberentfelden-Amsteg wollen um den Schweizer Meistertitel spielen.

Christine Meran und ihre Teamkolleginnen vom STV Oberentfelden-Amsteg wollen um den Schweizer Meistertitel spielen.

Am Samstag werden auch die Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg um die Medaillen kämpfen. Im Gegensatz zu den Männern, die maximal Bronze gewinnen können, kann das Team von Trainer Benjamin Marti-Suter mit einem Halbfinalsieg gegen Embrach ins Endspiel gegen den grossen Favoriten Jona einziehen. Und mit Jona haben die Oberentfelderinnen noch eine offene Rechnung zu begleichen: In der Hallenmeisterschaft haben sie gegen Jona den Final verloren und den Titel verpasst.