Nach dem Sieg bei wunderbarem Wetter in Fribourg war das Spiel in Luzern das absolute Gegenteil: Teilweise heftigster Regen und mit dem klaren Tabellenführer als Gegner waren die Erfolgs-Aussichten für die Nachwuchs-Piraten doch eher gering. Sie wollten sich aber von Beginn weg keine Blösse geben und versuchten, mit allen Mitteln dagegen zu halten.

Doch die Lions, die auch körperlich überlegen waren (fast drei Viertel des Teams sind bereits 19 Jahre alt oder werden es noch in diesem Jahr), liessen sich von den Aargauern nicht aus der Ruhe bringen und skorten gleich in ihrem ersten Drive. Erschwerend waren die Wetterbedingungen, die mit den kühlen Temperaturen und vor allem heftigem Regen und Windböen das Spiel für alle Beteiligten nicht leicht machten. Dies führte auf beiden Seiten zu einigen Ballverlusten und so blieb es bei diesem Zwischenresultat bis in das zweite Viertel hinein.

In diesem konnten sich die Innerschweizer besser einstellen und brachten die Pirates immer wieder mit ihren Runs über die Aussenseiten in Bedrängnis. Zwei weitere Touchdowns wurden von ihnen so erlaufen und als die Offense der Argauer auch noch einen Safety (das Tackling in der eigenen Endzone) kassierte, erhöhte sich der Spielstand bis zur Halbzeit auf 22:0.

Die Wende gelingt nicht

Die Pirates-Coaches versuchten mit einem neuen Prozess die Probleme im 3. Spielviertel, welche bisher in allen Spielen auftauchten, in den Griff zu kriegen. Aber gleich mit dem allerersten Spielzug nach der Pause scorten die Lions ihren nächsten TD - und sie spielten unbeeindruckt weiter und die Pirates-Verteidigung fand kein Mittel gegen die Läufe der Runningbacks.

Dies, obwohl die Luzerner mittlerweile einige Ausfälle zu beklagen hatten und immer wieder von sehr schlechter Feldposition aus starten mussten. Gleich vier Touchdowns kassierten die Pirates wieder in diesem dritten Viertel, Doch sie gaben nicht auf. Die Defense versuchte verzweifelt dagegen zu halten und als der Regen schliesslich aufhörte, begannen die Luzerner auch noch mit guten Pässen zu operieren.

Luzerner liessen die Partie ausklinge

Im letzten Viertel schalteten die Luzerner einen Gang runter und so konnten die Pirates plötzlich gut mithalten. Hier zeigte sich, dass ein Gegner dieses junge und noch immer unerfahrene Team nie unterschätzen darf, denn der Team- und Kampfgeist ging auch bei einem solchen Resultat nicht verloren. Leider reichte den Pirates trotzdem nicht, noch Punkte zu erzielen - dies hatte aber auch mit den vielen Ausfällen, vor allem auch von Kicker Manu Gsell zu tun, welche auch die Möglichkeit eines Fieldgoals verhinderten.

Fazit: Für die Argovia Pirates U19 gibt es keinen einfachen Gegner. Dennoch müssen sie sich auch vom klaren Tabellenleader nicht verstecken und sicherlich haben alle im Team viel dazu gelernt. Und wiederum haben sie nie aufgegeben und können so auch mit hoch erhobenem Kopf auf dieses Spiel zurückblicken.

Heimspiel gegen Fribourg steht an

Am kommenden Samstag, 21. Mai 2016, ist wieder Heimspiel-Tag auf Tortuga (auch bekannt als Sportanlage Suhrenmatte in Buchs). Dann spielen um 15 Uhr die Argovia Pirates Juniors U19 gegen die Fribourg Cardinals U19. Gegen dieses Team konnten die Pirates das Heimspiel gewinnen und man hofft, dass es nun im eigenen Stadion und vor vielen eigenen Fans auch wieder klappt.

Um 18 Uhr folgt dann das zweite Spiel, in welchem sich die Argovia Pirates Seniors mit den SFU Phénix aus Bulle messen. Dabei sind die Argovia Pirates (Tabellen-Zweiter) klar der Favorit gegenüber dem Tabellenletzten aus Bulle.