Turnen
Philipp Siegrist gewinnt den Weggere-Cup

Am zweiten Weggere-Cup in Brittnau entthronte der Wettinger Geräteturner Brilant Buzhala in der Kategorie7 seinen Vereinskollegen Philipp Siegrist. Der Gesamtsieg war Siegrist alllerdings nicht zu nehmen.

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Der Wettinger Philipp Siegrist. EB

Der Wettinger Philipp Siegrist. EB

Zwar erturnte sich der Sieger des Vorjahres und baldige Cirque-du-Soleil-Artist in drei von fünf Disziplinen die Kategorienbestnote, doch an den Schaukelringen und am Sprung lief es ihm nicht nach Wunsch. Newcomer Buzhala, der seinen ersten Wettkampf in der Königsdisziplin der Geräteturner absolvierte, turnte hingegen ausgeglichen: «Es ist mir von Anfang an gut gelaufen», freute sich der 18-Jährige, der nicht mit dem Sieg gerechnet hatte. Schaukelringe und Boden sind die Lieblingsdisziplinen des ehemaligen Kunstturners, der als 13-Jähriger wegen Knie-Probleme zum Geräteturnen gewechselt hatte. In beiden erzielte er denn auch Kategorienhöchstnoten.

Hohe Note für Siegrist

In der Gesamtwertung hatte aber Siegrist die Nase vorn. Das Los wollte es so, dass Buzhala in der ersten Runde gegen ihn antreten musste. Beide entschieden sich, an den Schaukelringen zu starten. Siegrist turnte diesmal sicher durch und bekam mit 9,825 die höchste am Weggere-Cup vergebene Note. Obwohl sich auch Buzhala gegenüber dem K7-Wettkampf verbesserte: Gegen diese Vorgabe hatte er keine Chance und flog raus. Im Halbfinal schlug Siegrist den Schattdorfer Ivan Gisler mit einer mit 9,725 wiederum hoch benoteten Bodenvorführung. Noch besser gelang ihm die Barrenübung im Final, in dem er sich gegen den vom Minitramp springenden Vereinskollegen Martin Arnold und den an den Schaukelringen turnenden Schattdorfer Claudio Dubacher durchsetzte.

Für Wettkampfleiter Leander Baur war das turnerische Niveau am Weggere-Cup «gut, aber nicht überragend». Baur sieht den Grund darin, dass viele ehemalige K7-Turner keine Wettkämpfe mehr absolvieren. Der Nachwuchs habe die Lücke noch nicht füllen können. Doch er ist zuversichtlich: «Im Kanton sind viele neue Geräteturnriegen gegründet worden.» Bis diese in die höchste Kategorie vordringen, vergehen allerdings noch ein paar Jahre. (eb)