Handball
Pfadi demontiert einen angeschlagenen HSC

Mit 0:7 lag der HSC Suhr Aarau nach 10 Minuten zurück. Bald pendelte sich der Rückstand bei 10 Toren ein. Am Ende unterlag der HSC mit einem angeschlagenen Navarin und ohne Pendic mit 25:35. Handball

Andreas Fretz
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Bild mit Seltenheitswert: Freie Schussbahn für Suhr Aaraus Manuel Reichlin, beobachtet vom Ex-Suhrer Marcel Hess.

Bild mit Seltenheitswert: Freie Schussbahn für Suhr Aaraus Manuel Reichlin, beobachtet vom Ex-Suhrer Marcel Hess.

Christian Boss

Was die Zuschauer in der Schachenhalle zu sehen bekamen, hatte Seltenheitswert. 7:0 führten die Gäste aus Winterthur nach 10 Minuten. Der Klassenunterschied war derart offensichtlich, dass man sich Sorgen machen musste. «Was Pfadi zeigte, war eindrücklich», fand selbst HSC-Spielertrainer Björn Navarin. Erschwerend kam hinzu: Suhr Aarau musste auf den zuletzt starken Andrjia Pendic verzichten, der sich beim Sieg gegen den RTV Basel am Oberschenkel verletzte. Und Navarin plagen seit dem letzten Spiel Schulterprobleme, weshalb er gestern früh auf der Bank Platz nahm.

Doch für die Zuspielfehler und unpräzisen Abschlüsse in der Startphase gibt es keine Entschuldigung. «Wir werden diese Niederlage nicht einfach abhaken», meinte Navarin, «es war eine Niederlage, aus der wir lernen können.» Der Zug zum Tor fehlte und der HSC verpasste es, die Breite des Spielfelds auszunützen.

Und Pfadi – das einzige Team, das in dieser Saison Leader Schaffhausen schlug – zeigte lange Zeit kein Erbarmen. Allen voran Marco Kurth mit seinen 15 Toren. Erst als sich der Vorsprung bei zehn Toren einpendelte, schalteten die übermächtigen Gäste einen Gang zurück. Es war offensichtlich, dass Pfadi nach dem schwachen Auftritt gegen Gossau eine Reaktion zeigen wollte. Sehr zum Leidwesen der Aargauer, die damit wieder vom 10. Rang auf den Barrage-Platz abrutschten. Denn Stäfa siegte überraschend gegen Kriens-Luzern.

Und wo liegt die Wahrheit? Beim Sieg gegen den RTV oder der Klatsche gegen Pfadi? Wohl irgendwo in der Mitte. Den Unterschied machten nicht die HSC-Spieler, sondern die Gegner. Für Suhr Aarau hat nun oberste Priorität, dass die angeschlagenen Leistungsträger für die Abstiegsrunde wieder fit werden.