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Perfekter zweiter Durchgang

Die Ringstaffel Freiamt gewinnt gegen NLA-Aufsteiger Schattdorf klar mit 26:11.

Dario Trost
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Perfekter zweiter Durchgang

Perfekter zweiter Durchgang

Die Ausgangslage vor dem Duell zwischen der Ringerstaffel Freiamt und der RR Schattdorf schien klar. Auf der einen Seite der Schweizer Meister, der die letzten zwei Kämpfe für sich entscheiden konnte und die Niederlage in der ersten Meisterschaftsrunde gegen Hergiswil längst verdaut hat. Auf der anderen Seite der Aufsteiger aus der Innerschweiz, welcher die bisherigen drei Kämpfe allesamt verloren hat.

Die Begegnung begann aus Sicht der Freiämter wie erwartet. Der erst 16-jährige Randy Vock bezwang seinen Kontrahenten Stephan Imholz in zwei Runden und brachte sein Team mit 3:1 in Führung. Im zweiten Duell traf Christian Widmer in seinem ersten NLA-Kampf in dieser Saison auf den Ungarn Zoltan Fodor, seines Zeichens Olympia-Zweiter in Peking. Widmer wehrte sich mit Händen und Füssen, doch nach einem Griff von Fodor blieb der 40-jährige Widmer verletzt am Boden liegen und konnte nicht mehr weiterkämpfen. Somit gingen die Gäste mit 5:3 in Front.

Die Führung währte allerdings nicht lange, denn Freiamts Ukrainer Oleksei Maltsev dominierte seinen Gegner nach Belieben und holte vier wichtige Mannschaftspunkte zur erneuten Führung. Da aber Pascal Gurtner gegen Michael Jauch wie auch Markus Murer gegen Adi Schuler den Kürzeren zogen, führte der Aufsteiger zur Halbzeit mit 11:9 und schnupperte an der Sensation.

Nicola Küngs wegweisender Sieg

Was nach der Pause folgte, war eine Freiämter Machtdemonstration: Nicola Küng, der normalerweise in der Gewichtsklasse 74 kg ringt, bezwang in einem spannenden und emotionalen Kampf in der 84-kg-Klasse Andi Murer und sicherte seiner Mannschaft die vorentscheidenden drei Punkte des Abends. Nicolas Zwillingsbruder Christoph, Ivan Kron und Pascal Strebel schraubten das Skore danach auf 22:11. Und da die Gäste in der Freistilklasse bis 84kg keinen Kämpfer stellten, kamen die Freiämter zu vier Gratispunkten und gewannen schliesslich verdient mit 26:11.

Marcel Leutert, Trainer der Freiämter, schwärmte nach dem Duell über den perfekten zweiten Durchgang, in dem der Gegner keinen einzigen Punkt mehr machte: «Dies war eine sensationelle Leistung gegen einen sehr unbequemen Gegner. Ich bin stolz auf mein Team.» Nicola Küng, der nach seinem wegweisenden Sieg mit einer Wunde an Stirn und Lippe gezeichnet war, sprach von einer soliden Leistung: «In der ersten Halbzeit waren einige von uns noch nicht 100 Prozent bei der Sache. Zum Glück konnten wir reagieren. Das Team hat aber auf jeden Fall noch Steigerungspotenzial.» Mit seinem Kampf in der höheren Gewichtsklasse war der 21-Jährige sehr zufrieden: «Das Niveau war um einiges höher, doch es lief super und ich bin überglücklich, dass ich die drei wichtigen Punkte einfahren konnte.»