Challenge League
Patrick Rossini will mit dem FC Aarau in die Super League

Der FC Aarau rüstet sich für die kommende Saison und stattet Stürmer Patrick Rossini mit einem Zweijahresvertrag aus. Der FC Aarau hat die Option auf eine definitive Übernahme des 27-jährigen Stürmers eingelöst – zwei Tage vor Ablauf der entsprechenden Frist. Jetzt will Rossini mit dem FCA aufsteigen.

Dean Fuss
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Patrick Rossini bleibt zwei weitere Saisons beim FC Aarau.

Patrick Rossini bleibt zwei weitere Saisons beim FC Aarau.

Steffen Schmidt/freshfocus

Rossini hatte in der Winterpause auf Leihbasis vorerst bis zum Ende der laufenden Saison von Lugano ins Brügglifeld gewechselt. Die Verpflichtung Rossinis brachte dem FCA genau das, was man sich davon versprochen hatte. Sieben Tore hat er in zwölf Einsätzen für die Aarauer bisher erzielt – seine Torquote von 0,58 Treffern pro Partie ist der Spitzenwert des Teams. Dementsprechend ist die definitive Übernahme des Skorers folgerichtig.

Dank den zuletzt 14 Spielen in Serie ohne Niederlage – wobei die beiden Partien gegen Biel (1:1 und 3:1) aus der Wertung gefallen sind – hat sich der FC Aarau längst aus dem Abstiegssumpf befreit. Und weil auch der Aufstieg definitiv kein Thema mehr ist, kann sich die Klubführung bereits voll und ganz auf die Planung der kommenden Saison konzentrieren.

Nganga und Garat in Winterthur gesperrt

Der FC Aarau muss bei der Auswärtspartie von heute in Winterthur neben den beiden langzeitverletzten Marco Thaler und Francesco Russo zusätzlich auf den gelbgesperrten Igor Nganga und Juan Pablo Garat, der nach seiner gelb-roten Karte von Le Mont (1:1) ebenfalls gesperrt ist, verzichten.

Damit stellt sich die Frage, wen FCA-Trainer Marco Schällibaum neben Stéphane Besle in die Innenverteidigung beordert. Eine Antwort darauf erhielt man im gestrigen Abschlusstraining nicht, da Schällibaum den zweiten Teil der Einheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit abhielt. (dfs)

Und nur anderthalb Wochen nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Marco Schällibaum gelang Sportchef Raimondo Ponte mit der definitiven Übernahme von Rossini ein weiterer ganz wichtiger Schritt.

«Das ist sicher ein wichtiges Zeichen. Er ist nicht nur ein guter Stürmer, sondern auch neben dem Platz ein guter Typ. Er tut dem Team gut», sagt Ponte, der gestern auch die Vertragsverlängerungen um je ein Jahr mit Innenverteidiger Juan Pablo Garat und Assistenztrainer Andy Ladner bekannt geben konnte.

Lugano erhält kein Geld

Doch zurück zu Rossini: Der klassische Strafraumstürmer – er selber kann sich nur an zwei Tore erinnern, die er in seiner Karriere von ausserhalb des Sechzehners erzielt hat – hatte bereits bei seiner Ankunft in Aarau im Januar beteuert, dass er gekommen sei, um zu bleiben. Das bewahrheitet sich nun. Unterstrichen wird es zudem durch ein Vertragsdetail in der vereinbarten Verlängerungsoption zwischen dem FCA und Lugano: «Der FC Lugano erhält keinen Transfererlös für mich. Das wollte ich so geregelt haben», sagt Rossini.

Ob es noch andere Interessenten für ihn gegeben hat, weiss Rossini nicht: «Danach habe ich meinen Berater gar nicht gefragt. Das interessiert mich nicht. Ich bin voll und ganz in Aarau.»
Eine wichtige Rolle beim Entscheid für den FCA spielte auch Rossinis Familie: Ehefrau Eleonora, der zweieinhalbjährige Sohn Leonardo und die einjährige Tochter Vittoria wohnen seit seinem Wechsel zusammen mit ihm in der Region.

«Wir haben das intensiv besprochen. In Aarau stimmt es für uns als Familie. Das ist für mich sehr wichtig. Die Familie geht immer vor, erst dann kommt der Fussball», sagt Rossini. Weil die Familie aber in der laufenden Woche bei Verwandten im Tessin in den Ferien war, ging es im Aargauer Hause Rossini für einmal ausschliesslich um Fussball.

Neben den Verhandlungen über seinen neuen Vertrag beim FCA hatte Rossini auch viel Zeit, sich Gedanken über die Zukunft in Aarau zu machen: «Jetzt gilt es zuerst, diese Saison ohne Niederlage abzuschliessen und die gute Mentalität mitzunehmen. Mein Ziel war schon diese Saison der Aufstieg, nun gehen wir das eben nächste Saison an.» Und wie die letzten Entwicklungen gezeigt haben: Rossinis Worten darf man Glauben schenken.

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