Fussball

Paivas Treffer reicht nicht – Lugano trifft per Penalty zum Ausgleich

Der FC Wohlen und Lugano trennen sich am Montagabend 1:1 unentschieden. Dies nachdem Joao Paiva sein Team nach herrlicher Vorarbeit Cardiellos in Führung schoss. Zum Penalty meinte FCW-Trainer David Sesa: «Ein harter aber korrekter Entscheid.»

Was zeichnet einen guten Stürmer aus? Er kann während knapp 80 Minuten unsichtbar sein. Doch dann hat er den richtigen Riecher. So wie Wohlens Joao Paiva. Bei Raffaele Cardiellos Energieanfall nach 79 Minuten zieht Paiva in die Mitte, Cardiello bleibt mit Glück am Ball, serviert dem FCW-Stürmer das Leder von rechts quasi auf dem Silbertablett – Tor! Der Jubel im Kleinstadion Niedermatten kennt keine Grenzen.

Nur acht Minuten Jubel

Wenigstens acht Minuten lang. Dann entscheidet Schiedsrichter Pache nach einer Intervention von Wohlens Stadelmann an Lugano-Joker Dubaijc innerhalb des Strafraums auf Penalty. «Ein harter aber korrekter Entscheid», so FCW-Trainer David Sesa nach Spielschluss. Der Gefoulte selbst nimmt Anlauf und lässt Wohlens neuem Goalie Ivan Benito keine Chance. Vier Minuten später ist die Partie zu Ende.

17 Trainings in zwei Wochen

Wie hatten die Wohler den gut zweiwöchigen Meisterschaftsunterbruch verdaut? In der spielfreien Zeit bat Trainer David Sesa sein Team zu nicht weniger als 17 Trainings. Das andere Fragezeichen: Würde Sesa dem jungen Joel Kiassumbua das Vertrauen schenken, oder doch dem routinierten Neo-Wohler Ivan Benito?

Benito statt Kiassumbua

Der langjährige Aarauer Benito durfte mit der Rückennummer 27 ran. Ihm und seinen Vorderleuten merkte man während den ersten 20 Minuten allerdings an, dass der Wettkampf-Rhythmus fehlt. In dieser Phase spielte vor allem der Gast aus dem Tessin. Die Wohler verlegten sich vermehrt aufs Kontern – vorerst ohne Wirkung. Erst zwei raffiniert getretene Freistösse von Yannick Kakoko (21./28.) sorgten für Stimmung unter den 1500 Zuschauern. Beim zweiten Freistoss verpasste Nikic per Kopf das Führungstor nur knapp.

Kakoko auffälligster Spieler

Kakoko war in Halbzeit 1 der Plusposten im Wohler Spiel. Der Deutsch-Kongolese rackerte auf der linken Seite, lief für zwei und suchte immer wieder mit seinen Zuspielen Stürmer Paiva. Der blieb allerdings vorerst ohne grossen Einfluss. Und da Lugano in der Offensive nicht sonderlich effizient agierte, stand zur Pause auf beiden Seiten die Null.

Wohlen bemühte sich redlich

Nach dem Seitenwechsel war Wohlen weiterhin bemüht, dem Spiel den Stempel aufzudrücken. Lugano jedoch agierte mit dem Selbstvertrauen einer Spitzenmannschaft und machte den Eindruck, immer noch eine Schippe drauflegen zu können, falls nötig. So hatten in der 76. Minute Joker Dubajic und Rey innert Sekunden zweimal das Führungstor auf dem Fuss, verzogen jedoch beide Male. 180 Sekunden später setzte sich Wohlens Cardiello auf der rechten Seite energisch durch, schob das Leder quer vors Tor zu Paiva. Dieser erzielte ungestört das 1:0. Doch dann kam die verhängnisvolle 87. Minute – und der späte Ausgleich der Tessiner.

Drei Punkte wären drin gelegen

«Schade, wir hätten alle drei Punkte verdient gehabt», zeigte sich Wohlens Kakoko nach Spielschluss mässig begeistert. «Wir haben eine gute Partie gesehen. Dass wir noch den Ausgleich erhalten haben, ist bitter», so FCW-Trainer Sesa. Dass die Wohler nach einem Remis gegen den Tabellenführer enttäuscht sind, ist zweifelsohne ein gutes Zeichen.

Das Telegramm:

Wohlen - Lugano 1:1 (0:0)

Niedermatten. - SR Pache. - 1500 Zuschauer. - Tore: 79. Paiva 1:0. 88. Basic (Foulpenalty) 1.1.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1