Eishockey
Out in der Verlängerung: Bitteres Saisonende für den EHC Aarau

Der EHC Aarau verlor Spiel 4 gegen Burgdorf in der Verlängerung mit 2:3. Trotz dem Aus in den Halbfinals dürfen die Aarauer mehr als zufrieden sein mit ihrem Auftritt.

Fabio Baranzini
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Burgdorf jubelt, die Aarauer an der Bande sind nach dem entscheidenden Tor konsterniert.

Burgdorf jubelt, die Aarauer an der Bande sind nach dem entscheidenden Tor konsterniert.

Foto Wagner

Es steht 2:2 zwischen Aarau und Burgdorf. Die Partie geht in die Verlängerung. Nach etwas mehr als einer Minute in der Overtime kommt der Puck aufs Aarauer Tor.

Schlussmann Mathis, der an diesem Abend erneut eine hervorragende Partie gezeigt hat, begräbt den Puck unter sich. Vor dem Tor kommt es zu einem Gedränge bei dem Torhüter Mathis mitsamt Puck über die Torlinie geschoben wird.

Das Schiri-Trio bespricht sich kurz und gibt den Treffer. Der Jubel der Burgdorfer kennt keine Grenzen. Die Aarauer können es nicht fassen. Alles Reklamieren bringt nichts. Für sie ist die Saison auf eine ganz bittere Art und Weise zu Ende gegangen.

Leere bei Trainer With

Trainer Patric With hat den Entscheid der Schiedsrichter mit stoischer Ruhe aufgenommen - zumindest gegen aussen. Nach dem Schlusspfiff bleibt er einige Sekunden auf der Bank, wo er die gesamte Partie verfolgt hat, stehen.

Die Hände tief vergraben in der Jackentasche. Seinen Spielern ist die Konsternation anzusehen. Ungläubige, leere Blicke bei den einen, Frustration und Wut bei den anderen. Mehrere Stöcke fallen der Enttäuschung zum Opfer. Das Publikum bedankt sich bei den Adlern mit stehenden Ovationen für die starken Leistungen in den Playoffs. Doch die Wertschätzung und der Applaus der Zuschauer dürfte in dieser Situation nicht viel geholfen haben.

Kein Tor

«So auszuscheiden ist extrem bitter. Dass der Schiedsrichter den Treffer in der Verlängerung gibt, ist völlig unverständlich», ringt ein sichtlich enttäuschter Patric With nach der Partie um Worte.

Auch Sportchef Peter Hofmann beurteilt die strittige Szene gleich wie With. Trotz der grossen Ernüchterung ist er bereits in der Lage, die Leistung der Mannschaft einzuordnen. «Jeder kann stolz sein auf das, was er in den Playoffs geleistet hat, und kann die Halle mit erhobenem Haupt verlassen», so Hofmann.

Guter Beginn

Dabei hatte der Abend für den EHC Aarau gut begonnen. Patric Withs Truppe legte von Beginn an die nötige Aggressivität an den Tag und war gewillt, das Spieldiktat an sich zu reissen, um ein entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen.

In der 7. Minute war es Wegmüller, der in Überzahl das 1:0 erzielen konnte. Kurz nach der ersten Drittelspause kassierten die Aarauer dann in einer Druckphase der Emmentaler den Auslgeich.

Doch sie fingen sich wieder, kämpften weiter und wurden in der 42. Minute durch die erneute Führung belohnt. Neher hatte getroffen. Danach sah es lange so aus, als ob die Adler den Sieg ins Trockene bringen könnten. Doch es sollte nicht sein. Drei Minuten vor dem Ende fiel der neuerliche Ausgleich. Der Rest ist Geschichte.