Orientierungslauf

Orientierungsläufer Kyburz: «Es gibt noch viele Titel»

Matthias Kyburz erstmals Weltcup-Gesamtsieger.

Matthias Kyburz erstmals Weltcup-Gesamtsieger.

Der 22-jährige Möhliner Matthias Kyburz gewann dank seinem tollen Saisonfinale den Gesamtweltcup. Im Interview äussert er sich zu den Gründen seines jüngsten Erfolgs.

Weltmeister im Sprint, Gewinner des Gesamtweltcups – welcher Titel ist wertvoller?

Matthias Kyburz:Es sind wie zwei verschiedene paar Schuhe, schwierig zu vergleichen. Die WM war klar mein grosses Ziel, darauf habe ich hingearbeitet. Und der WM-Titel vor Heimpublikum war dann auch sehr speziell. Doch der Sieg im Weltcup macht mich ebenfalls mega stolz. Beide Goldmedaillen glänzen.

Wo liegt der Hauptgrund für den Erfolg im Gesamtweltcup?

Mein Training in diesem Jahr verlief sehr gut, ich war nie gross verletzt. Und ich konnte mich physisch nochmals steigern. Gerade in den Wettkämpfen im Wald habe ich im Vergleich zum letzten Jahr spürbare Fortschritte gemacht. Die Saison verlief dann auch wirklich super. Durch meine Erfolge kam ich in einen Fluss, hatte grosses Selbstvertrauen. Ein Schlüssel war auch, dass ich an der WM nicht nur Siege feierte. Die Enttäuschung im Langdistanzrennen und die Nicht-Selektion für die Staffel gaben mir diese Extraportion Motivation, die es brauchte, um auch beim Weltcupfinale noch extrem hungrig zu sein.

Wo kann sich Matthias Kyburz überhaupt noch steigern?

OL mit all den unterschiedlichen Geländen in den verschiedenen Ländern ist eine Sportart, in der man nie ausgelernt hat. Also gibt es auch für mich noch so viele Sachen zu verbessern. Ich bin ja erst 22 Jahre alt. Es gibt noch viele verschiedene Titel zu gewinnen. Ich habe überhaupt keine Angst, dass mir die Ziele ausgehen könnten.

Was ist das nächste grosse Ziel?

Die jährlich stattfindende Weltmeisterschaft bleibt für alle Läufer das grosse Saisonziel. Im nächsten Jahr finden die Titelkämpfe in Finnland statt. Deshalb bleiben wir nach dem Weltcupfinale auch noch eine Woche in Vuokatti, um im WM-relevanten Gelände zu trainieren. Welche Ziele ich nächstes Jahr in Finnland verfolge, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ob die Titelverteidigung im Sprint oder andere Disziplinen im Vordergrund stehen, entscheide ich im Verlauf des Winters.

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