Die über hundert Zuschauer auf dem Sportplatz Ländli in Würenlos AG bekamen ein hart geführtes Spiel zu sehen, und fieberten sicht- und hörbar mit: Der Platzrand war gesäumt von einheimischen Fans, das Lager der Westschweizer Rugbyfans war wesentlich kleiner. Nach kurzer Zeit dominierte Würenlos – zur Pause stand es 9:0 für die Heimmannschaft. Die Einheimischen waren sichtbar motiviert, den Aufstieg zu schaffen, und spielten folglich auch in der zweiten Halbzeit mit maximaler Power.

Das Endresultat fiel mit 12:3 klar für den RCW aus: «Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, es war ein hart umkämpftes Spiel und es fühlt sich super an, ab nächster Saison einen Stock höher zu spielen», sagt RCW-Präsident Matthias Kerker. Während das Team des RCW sich ausgiebig von den Zuschauern feiern liess, ist die Stimmung unter den Spielern des ARCL umso schlechter. Alle sind enttäuscht über den Abstieg: «Würenlos spielte einfach besser, für uns hat es nicht gereicht», sagte ein niedergeschlagener Spieler des Albaladejo Rugby Clubs.

Grosser Zusammenhalt

Ein grosser Teil des Erfolgs von Würenlos beruht neben den vielen Trainings auf dem grossen Zusammenhalt des Teams: «Unsere Mannschaft hat einen grossen Einsatzwillen und einen super Teamgeist; wir sind wie eine Familie», so Kerker. Im RCW-Team gäbe es keine Einzelkämpfer, jeder stehe für den anderen ein. Die Stimmung sei hervorragend und jeder verstehe sich mit jedem. Das mache das Team so stark.

Kerker ist sich auch bewusst, dass die Mannschaft für das höhere Niveau in der Nationalliga B nicht nur häufiger, sondern auch härter wird trainieren müssen: «Wir müssen sicher noch mehr Aufwand leisten, um auch bei zukünftig leistungsstärkeren Gegnern erfolgreich sein zu können», meint Matthias Kerker. Aufgrund des heute schon starken Teams sind aber weder im Bereich der Spieler noch im Bereich des Vorstands grosse Veränderungen geplant.