Squash
Oldie but goldie – die Fricktaler Senioren in der NLA

Das Kellerduell zwischen dem SC Fricktal und Pilatus Kriens war gleichzeitig auch ein Generationenduell. Bei den Fricktalern sind alle Spieler deutlich über 30 Jahre alt.

Fabio Baranzini
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Impressionen vom Squashmatch des SC Fricktal
7 Bilder
Thomas Wunderlin (v.) läutet die Wende ein
Wunderlin geht an die Grenzen des Courts
Etienne Kayser ist chancenlos
Am Kampfeswille mangelte es nicht
Thomas Lüdin gewinnt einen Satz
Frey ist Herr der Bälle

Impressionen vom Squashmatch des SC Fricktal

Fabio Baranzini

Mit dem 43-jährigen Thomas Lüdin und dem noch einmal neun Jahre älteren Christoph Frey stehen gar zwei Spieler im Kader, die längst zu den Senioren gehören. «In meinem Alter spielt man eigentlich nicht mehr in der NLA, doch wir haben leider keine Alternative», konstatiert Frey.

Beim Aargauer NLA-Vertreter, der derzeit auf dem letzten Tabellenrang steht, fehlt bei den Männern der Nachwuchs. «Im ganzen Aargau sind gute Squasher leider dünn gesät, und da unser Verein erst 2005 gegründet wurde, können wir noch nicht auf eine breite Basis bei den Junioren zurückgreifen.

In unserer zweiten Mannschaft hat es jedoch ein paar Spieler, die in ein oder zwei Jahren in der NLA bestehen können», ist Frey zuversichtlich. Im Duell gegen Pilatus Kriens wollten die Fricktaler mindestens einen Punkt holen. Nach den ersten Einzelpartien sah es allerdings nicht danach aus. Thomas Lüdin konnte immerhin einen Satz für sich entscheiden, doch zu mehr reichte es nicht. Eine klare Niederlage setzte es für Etienne Kayser ab. Er verlor gegen Remo Handl mit 4:11, 5:11, 5:11.

Der Oldie dreht die Partie

Doch dann läutete Thomas Wunderlin die Wende ein. In einer äusserst umkämpften Partie setzte er sich im fünften Satz gegen Christoph Zust durch, obwohl ihm anzusehen war, dass er nach seiner Verletzungspause - er bestritt erst sein zweites Spiel in dieser Saison - körperlich noch nicht ganz auf der Höhe war.

Nun war auch von Christoph Frey ein Sieg gefordert, wenn es tatsächlich Punktezuwachs geben sollte für die Fricktaler. Der Routinier warf seine ganze Erfahrung in die Waagschale und überzeugte gegen Mario Tschopp. Dank einer Willensleistung schaffte der 52-jährige Frey aber tatsächlich das Kunststück, die Partie dank einer Wende im fünften Satz zu gewinnen. Aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses reichte es den Fricktaler aber doch nicht zum Sieg.

Zu stark für die NLB

Abstiegssorgen plagen die Fricktaler trotz der Niederlage nicht. Die Freude über den gewonnenen Punkt überwiegt. «Wir haben gut gekämpft und konnten die Jungen ärgern. Absteigen werden wir wohl kaum, denn für die NLB sind wir zu stark und sollten daher in der Barrage bestehen, wenn wir tatsächlich nicht mehr vom letzten Rang wegkommen sollten», sagt Frey.