Matthias Kyburz, wie unterscheidet sich das Wettkampferlebnis beim Stadtlauf von einem OL?

Matthias Kyburz: Die Atmosphäre ist ganz anders. Beim OL ist man allein im Wald unterwegs und sehr konzentriert. Beim Basler Stadtlauf nimmt man die vielen Zuschauer und die Anfeuerungsrufe viel bewusster wahr. Es gibt an der Strecke viele Leute, die mich kennen. Ich muss nur aufpassen, dass ich mich dabei nicht zu sehr pushen lasse und dann in eine Wand laufe.

Was bringt ein solcher Abstecher sportlich?

In der momentanen Trainingsphase steht der Effekt für den OL nicht im Vordergrund. Ob ich ein schnelles Training allein für mich im Wald oder im Rahmen des Stadtlaufs mache, kommt in etwa aufs Gleiche raus. Allerdings sind beim Stadtlauf der Motivations- und Spassfaktor ungleich höher.

Bereiten Sie sich speziell vor?

Überhaupt nicht. Ich bestreite die Stadtläufe aus dem Training heraus, ohne im Wochenplan gross darauf Rücksicht zu nehmen.

Kann ein OL-Weltmeister auch in diesem Feld ganz vorne mitmischen?

Ganz vorne sicher nicht, die afrikanischen Läufer sind dann doch eine Nummer zu gross. Mein Ziel ist es, die besten Schweizer Läufer herauszufordern. Beim Stadtlauf in Bulle war ich unmittelbar nach Trainingsbeginn fünftbester Schweizer. Nun bin ich wieder zwei Trainingswochen weiter. Also hoffe ich, den Rückstand nochmals ein wenig zu verringern und vielleicht auch der ersten Garde auf die Pelle zu rücken.