Duathlon
OK-Präsident Stefan Ruf zur Zukunft des Powerman in Zofingen

Der Chef des Traditionsanlasses freut sich über die unerwartete Siegerin, die grosse Ressonanz beim Publikum und die vielversprechende Zukunft des Powerman.

David Kaufmann
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OK-Präsident Stefan Ruf kann eine erfreuliche Bilanz des Powerman ziehen.

OK-Präsident Stefan Ruf kann eine erfreuliche Bilanz des Powerman ziehen.

Pascal Kamber

Stefan Ruf, sind Sie erleichtert, dass der Powerman vorbei ist?

Stefan Ruf: Es fällt einem immer eine Last von den Schultern, wenn die Rennen am Sonntagabend vorbei sind. Ich bin aber vor allem froh, dass der Anlass ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen ist. Wir stecken bereits wieder mitten in den Vorbereitungen für die nächste Ausgabe.

Am Wochenende haben 50 000 Leute den Powerman in Zofingen besucht. Sind Sie damit zufrieden?

Wir sind sehr glücklich über diese Zahl. Für einmal hat uns auch Petrus geholfen, denn der Powerman ist ja bekannt dafür, dass das Wetter eher regnerisch ist. Diesmal hatten wir tolle Bedingungen und eine super Stimmung.

Ist der Duathlon nach diesem grossen Zuschauerinteresse wieder auf dem Vormarsch?

Ja, wir dürfen sehr optimistisch in die Zukunft schauen. Es kommen Leute aus aller Welt wegen des Duathlons nach Zofingen. Aber nicht nur bei uns gewinnt der Duathlonsport an Bedeutung, sondern auch international. Bisher gab es zehn Rennen pro Jahr, nächste Saison werden es bereits zwanzig sein. Das ist eine positive Entwicklung, denn dadurch werden auch mehr Sportler nach Zofingen kommen.

Wie werden es im nächsten Jahr noch mehr Zuschauer?

Da werden wir noch an einigen Details feilen, aber mehr Zuschauer gibt es vor allem auch durch die Teilnehmer, die ihre Familien und Freunde mitnehmen. Deshalb werden wir versuchen, noch mehr Athleten für den Start zu gewinnen. Zudem kann man auch das Rahmenprogramm noch etwas ausbauen, obwohl nach wie vor der Sport im Zentrum stehen soll.

Man hatte in der Vergangenheit den Eindruck, dass die Leute gar nicht realisiert haben, welchen Stellenwert der Powerman Zofingen innerhalb des Duathlonsports hat.

Man muss den Leuten immer wieder sagen, wie gross der Powerman eigentlich ist. Das hat man vielleicht in der Vergangenheit zu wenig getan. Das müssen wir aber unbedingt ändern, denn wir wollen den Anlass in Zofingen halten. Es gibt natürlich die eine oder andere internationale Veranstaltung, die darauf spekuliert, in die Fussstapfen des Powerman Zofingen zu treten. Da sind wir auch als Organisator gefordert, uns stetig zu verbessern und neue Trends zu setzen. Das ist ein grosser Ansporn für uns.

Emma Pooley, die neue Weltmeisterin, wohnt in der Schweiz. Denken Sie, dass dies der Popularität des hiesigen Duathlonsports hilft?

Ja, das ist eine fantastische Kombination. Man kennt Emma Pooley aufgrund ihrer Radsporterfolge weltweit. Zugleich wohnt sie in der Region und spricht erst noch Deutsch. Ganz wichtig ist für uns auch, dass sie an der Siegerehrung gesagt hat, dass sie zurückkommen wird und den Titel verteidigen will. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie die Szene noch drei, vier Jahre prägen kann. Es wäre ganz toll, wenn wir gemeinsam mit einer so tollen Athletin in die Zukunft gehen könnten.

Aus sportlicher Sicht war der überragende Streckenrekord von Emma Pooley ein Highlight. Wie hat sie nach dem Sieg gewirkt?

Man hat gemerkt, dass sie überzeugt war, dass sie dieses Rennen gewinnen kann. Emma ist nicht nur eine hervorragende Radfahrerin, sondern auch eine tolle Läuferin, die schon Marathons gewonnen hat. Sie hat mir nach dem Rennen gesagt, ein wesentlicher Grund für ihren Erfolg sei, dass sie in Zofingen gut aufgenommen und betreut wurde.

Was wird vom Powerman 2014 in Erinnerung bleiben?

Das werden zwei Dinge sein: einerseits das tolle Wetter, andererseits Emma Pooleys fantastischer Streckenrekord.

Am Sonntagmorgen fand der Charitylauf mit über 100 Läufern statt. Ein gutes Ergebnis?

Wir sind sehr stolz, dass diese Idee Anklang gefunden hat. Der Charitylauf passt gut ins Programm, aber ich glaube, dass er noch viel Potenzial hat. Mein Ziel ist es, dass wir in Zukunft gegen 500 Teilnehmer haben.