Es soll einfach nicht sein. Auch im letzten Spiel der NLA-Vorrunde gelingt den FC Aarau Frauen kein Sieg. Somit verabschieden sich die Aufsteigerinnen sieglos und mit nur einem Punkt aus 13 Spielen in die Winterpause. 

«Das war heute kein gutes Spiel», analysierte Alessandra Abbühl. «Wir haben es zwar zu Beginn nicht schlecht gemacht aber liessen dann den Gegner spielen und haben dadurch letztlich wieder verloren. Das ist schon sehr enttäuschend.»

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Auch FCA-Trainer Andreas Zürcher hatte mehr erwartet von seiner Mannschaft. Vor dem Spiel forderte er einen leidenschaftlichen Auftritt, sein Team sollte kämpfen. Was er stattdessen sah, war ein «lustloses Spiel. Da waren zu wenig Leidenschaft und Kampfgeist vorhanden. So können wir auch in der Offensive nichts kreieren.»

«Manchmal fehlt die Hoffnung»

Tatsächlich hatten die Aarauerinnen kaum eine Torchance. Antje Notter kam dem Erfolg am nächsten, als sie nach einer Flanke den Ball aus spitzem Winkel nicht im verlassenen Tor unterbrachte. Ansonsten kam vor allem in der zweiten Halbzeit zu wenig im Spiel nach vorne. Weder durch das Sturmduo Höltschi/Erne, noch von der kreativen Mittelfeldabteilung um Lara Jenzer. So reichte YB ein nicht mehr als solider Auftritt, um den ungefährdeten 2:0-Sieg einzufahren. 

«Ich habe das Gefühl, dass auf dem Platz manchmal die Hoffnung fehlt, eine Partie noch zu drehen», suchte Alessandra Abbühl nach der Partie eine Erklärung für diese Harmlosigkeit des eigenen Teams. «Aber es ist halt auch nicht einfach, wenn man jedes Mal in Rückstand gerät.»

Starker Zusammenhalt

Somit beenden die Aarauerinnen die Vorrunde auf dem letzten Tabellenrang, der Rückstand auf das zweitletzte Yverdon beträgt sechs Punkte. Das ist zwar noch keine Welt aber eben doch sechsmal so viele Punkte, wie Aarau bisher geholt hat. Um diese aufzuholen braucht es in der zweiten Saisonhälfte eine deutliche Leistungssteigerung.

Trotz der miserablen Bilanz auf dem Papier, es war nicht alles schlecht bei den FC Aarau Frauen in dieser Hinrunde. «Das 1:1 gegen Basel hat uns viel Mut gegeben», erzählt Abbühl, «seither haben wir besser gespielt. Verloren haben wir, weil wir uns zu wenig clever angestellt haben. Das müssen wir nun in den Griff bekommen.»

Dafür haben die FCA-Frauen reichlich Zeit, der Start in die Rückrunde erfolgt am 10. Februar mit dem wichtigen Heimspiel gegen Yverdon. «Diese Zeit müssen wir so gut wie möglich nutzen, dann haben wir die Chance, noch einmal ranzukommen», gibt sich Abbühl kämpferisch.

Auch Andreas Zürcher versucht das Positive aus der ersten Saisonhälfte zu ziehen: «Auch wenn vieles schlecht läuft, es herrscht immer noch ein guter Teamgeist. Die Spielerinnen halten zusammen und werfen einander nichts vor. Darauf müssen wir in den nächsten zwei Monaten bauen.»