Handball NLA
Ohne Punkte, aber ein Zeichen gesetzt: Der HSC Suhr Aarau verliert gegen die Kadetten Schaffhausen knapp

Eine knappe 24:26-Niederlage resultierte für den HSC Suhr Aarau zum Saisonauftakt gegen die Kadetten Schaffhausen. Die Aargauer waren bereits nach der ersten Halbzeit in Rücklage. Trotz dem unglücklichen Ende bewies der HSC in Schaffhausen viel Moral.

Dean Fuss
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Martin Slaninka und der HSC Suhr Aarau wollen die Kadetten Schaffhausen bezwingen.

Martin Slaninka und der HSC Suhr Aarau wollen die Kadetten Schaffhausen bezwingen.

Alexander Wagner

Das Gefühlsbarometer bei Spielern und Staff des HSC Suhr Aarau schwankte nach der Schlusssirene zwischen unglücklich und ärgerlich. Unglücklich, weil die Niederlage zum Saisonauftakt auswärts gegen die Kadetten Schaffhausen mit 24:26 denkbar knapp ausfiel, ärgerlich, weil mit etwas weniger eigens verschuldeten Fehlern gar ein Punktgewinn beim Favoriten drin gelegen wäre.

«Wir haben bewiesen, dass wir mit den Kadetten auf Augenhöhe spielen können», sagt HSC-Trainer Misha Kaufmann mit Blick auf die enge Partie. «Ein für uns besseres Endergebnis haben wir selbstverschuldet mit falschen Entscheidungen und unnötigen Fehlwürfen aus der Hand gegeben», sagt er und fügt an: «Wir haben hier sicher ein Zeichen gesetzt. Wir sind hier und mit uns ist zu rechnen.»

In der Startphase der Partie hatte noch wenig darauf hingedeutet, dass es zum Ende so eng werden könnte. Die Aargauer agierten viel zu zögerlich und zeigten zu viel Respekt. Prompt dauerte es 6:47 Minuten bis Co-Captain Tim Aufdenblatten und seine Teamkollegen den ersten Treffer für ihre Farben bejubeln konnten – dank guter Defensivarbeit lag der HSC zu diesem Zeitpunkt trotzdem nur 1:2 zurück.

Mit Moral zum zwischenzeitlichen Ausgleich

In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichener Schlagabtausch. Erst in den Minuten rund um die Pause gelang es den Kadetten, den aufmüpfigen HSC um zwischenzeitlich vier Längen zu distanzieren. Aber auch das warf die Aargauer nicht aus der Bahn. Vielmehr bewiesen sie viel Moral und glichen bis zur 50. Minute auf 20:20 aus.

«Zu diesem Zeitpunkt hatten wir eine sensationelle Stimmung auf der Platte. Da war ich mir ganz sicher, dass wir uns den Sieg holen werden», so Co-Captain Aufdenblatten. Auch 100 Sekunden vor Schluss, als Milan Skvaril – mit neun Treffern der mit Abstand erfolgreichste Werfer seines Teams – zum 23:24 traf, lag noch alles drin.

Dann aber spielten die auf diese Saison hin grösstenteils neu formierten Kadetten all ihre Routine aus und sicherten sich den Sieg vor 416 Zuschauern in der BBC Arena. «Wir haben sehr gut gespielt. Schlussendlich kosten uns sechs, sieben dumme Fehler, die uns eigentlich nicht passieren dürfen, den Punktgewinn», sagt Aufdenblatten.

Premiere als Co-Captain

Trotz Niederlage dürfte sich Aufdenblatten noch eine Weile an diese Partie erinnern. Erstmals führte er den HSC zusammen mit Dario Ferrante als Co-Captain an. Die Unterschiede zu seinen vorangehenden Auftritten machte der 22-Jährige vor allem in den Minuten vor der Partie aus: «Da ist einiges anders. Die ganzen Rituale, die Seitenwahl beim Einlaufen und auch den Überblick über die Teamkollegen zu behalten. Wie geht es ihnen? Sind alle bereit? Stimmt das Selbstvertrauen bei allen? Aber sobald das Spiel läuft, ist für mich alles wie immer.»

Und so bleibt für den HSC Suhr Aarau die Erkenntnis, dass der Auftakt in die Saison 2018/19 zwar spielerisch im Grossen und Ganzen sehr gut gelungen ist, sich das aber in der Tabelle nicht niederschlägt.

Nun haben Trainer Kaufmann und sein Staff rund anderthalb Wochen Zeit, das Team auf die nächste Aufgabe vom Samstag, 8. September, auswärts gegen den TSV Fortitudo Gossau (Anpfiff: 17.30 Uhr) vorzubereiten. Dann soll nach einer möglichst starken und fehlerfreien Leistung auch die Belohnung in Form der ersten Punkte der neuen NLA-Spielzeit eingefahren werden.

Matchtelegramm

Kadetten Schaffhausen - Suhr Aarau 26:24 (14:12)

460 Zuschauer. – SR Brunner/Salah. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die Kadetten Schaffhausen, 4-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau.

Kadetten Schaffhausen: Stevanovic (2 Paraden)/ Pilipovic (1); Meister, Küttel, Csaszar (9/4), Beljanski, Gerbl (2), Sesum (6), Luka Maros (4), Frimmel (2), Tominec (1), Herburger (2).

Suhr Aarau: Marjanac (4)/Ferrante (1); Müller, Reichmuth, Isailovic (3), Prachar, Skvaril (9/2), Aufdenblatten (2), Rohr, Laube, Poloz (4), Christ, Kägi (2), Strebel (1), Slaninka (3).

Bemerkungen: Verschossene Penaltys: 1:0.

Schauen Sie die Partie hier nach: