Squash
Ohne Budget, Ambitionen und Punkte

Diese Saison verläuft für Fricktal noch nicht ganz nach Wunsch. Nach der 0:4-Niederlage zu Hause gegen Titelaspirant Schlieren belegen die Aargauer weiterhin punktlos den letzten Rang in der Nationalliga A.

Luca Muntwyler
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Thomas Lüdin spielte gegen den starken John Williams. Christian Boss

Thomas Lüdin spielte gegen den starken John Williams. Christian Boss

Fricktal trat im Gegensatz zu Schlieren mit der Top-Besetzung an. Aber auch dies konnte die neunte Niederlage im neunten Spiel nicht abwenden. Dennoch zeigt man sich im Lager der Fricktaler zufrieden. Thomas Lüdin, die neue Nummer eins im Team, meinte: «Wir sind ohne Ambitionen, ohne Budget und ohne Ausländer in die Saison gestartet. Auch sind wir nicht das allerjüngste Team.»

So treten sie selten mit Chancen gegen die aufgerüsteten NLA-Teams an und dienen häufig nur als Punktelieferant. Vor allem auf den Positionen eins und zwei, die bei den meisten Klubs von starken Ausländern aus den Top 40 der Welt besetzt sind. So wollen die Aargauer eher mit den Nummern drei und vier punkten. «Das Team hat sich in dieser Saison intern stark verbessert, was man den Resultaten leider nicht ansieht. Wir haben uns besser an das Tempo angepasst.»

Somit war es kein Wunder, dass die Fricktaler die Partie mit 0:4 verloren. Thomas Wunderlin und Hugo Bertschi verloren ihre Partien gegen die Schlieremer Jungtalente jeweils mit 0:3. Das gleiche Schicksal erlitt Christoph Frey gegen seinen Gegner Daniel Hoffmann.

Chancenlos im Spitzenspiel

Das Spitzenspiel zwischen den beiden besten Spielern bestritt Thomas Lüdin gegen John Williams. «Ein Weltklasse-Spieler!», so Lüdin. Diese Klasse konnte Williams vom ersten Ballwechsel an zeigen. Lediglich den zweiten Satz konnte Lüdin ausgeglichen gestalten. Die Ballwechsel waren umkämpft, aber das glücklichere Ende blieb meistens aufseiten des Schlieremers. Auch diesen Satz konnte der Limmattaler mit 11:8 für sich entscheiden. Somit kam es auch im vierten Spiel der Begegnung zu einem 3:0-Sieg. Zufrieden war Lüdin mit seinem Auftritt trotzdem: «Ich habe mein Bestes gegeben und gemerkt, dass es auch ein Limit gibt.»

Das Ziel für den weiteren Verlauf der Saison ist lediglich, ab und zu ein Unentschieden einzufahren und Punkte zu sammeln. «Das Wichtigste am Ganzen ist sowieso der Spass. Wir sind auch ausserhalb des Klubs ein super Team. Wir hoffen, dass wir in der NLA ein bisschen Werbung für unseren Klub machen können.»