Gold und Silber gabs für die Männer und für die Frauen des STV Oberentfelden in der vergangenen Hallensaison, die Mitte Februar entschieden wurde. Vor allem der Meistertitel der Männer kam unerwartet, nachdem sie sich bloss ganz knapp für die Playoffs qualifizieren konnten. Ein solcher Exploit macht natürlich Lust auf mehr und so ist es denn auch keine Überraschung, dass Trainer Christian Zbinden für sein Team eine Medaille als Ziel für die kommende Feldsaison definiert. Der Mann an der Seitenlinie merkt aber an: «Es wird eine extrem ausgeglichene Meisterschaft. Mindestens fünf Teams sind auf Augenhöhe mit uns und wenn wir unsere Leistung nicht vollständig abrufen können, können wir auch gegen die anderen Mannschaften verlieren. Ich kann mich nicht erinnern, wann eine Meisterschaft das letzte Mal so ausgeglichen war.»

Mit seinen Spielern hat er in der Vorbereitung daher intensiv am Service gearbeitet. «Der Service ist vor allem im Sommer auf dem grösseren Feld mitentscheidend. Zuletzt war dies aber stets unsere Schwäche», so Zbinden. Ob sich die Arbeit bezahlt macht, können die Oberentfelder am kommenden Samstag erstmals unter Beweis stellen. Zum Auftakt treffen sie auf Walzenhausen und Wigoltingen. Zwei Punkte fordert Zbinden am ersten Spieltag von seinem Team. Mindestens. «Zwei Punkte wären gut, vier optimal. Ein guter Start in die Saison kann viel bewirken», weiss der Trainer.

Angreifer Sascha Hagmann ist nach überstandener Verletzung wieder fester Bestandteil des NLA-Männerteams des STV Oberentfelden.

Angreifer Sascha Hagmann ist nach überstandener Verletzung wieder fester Bestandteil des NLA-Männerteams des STV Oberentfelden.

Einen guten Start in die neue Meisterschaft streben auch die Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg an. Schliesslich wollen sie sich für die bittere Finalniederlage in der Halle gegen Jona rehabilitieren, nachdem sie die Qualifikation ohne eine einzige Niederlage überlegen gewonnen hatten. Gegen Embrach und Neuendorf – zwei nominell klar schwächere Teams – sollte dies durchaus machbar sein. Aber Trainer Benjamin Marti-Suter warnt: «Das sind die ersten zwei Spiele der Saison. Wir wissen noch nicht genau, wo wir stehen, und müssen die Mechanismen auf dem Feld erst wieder finden.»

Dennoch ist klar, dass weder Embrach noch Neuendorf wirkliche Gradmesser sein sollten für ein Team mit den Ambitionen des STV Oberentfelden-Amsteg. Und so macht Marti-Suter, der mit seinen Spielerinnen in der Vorbereitung viel an der Fitness gearbeitet hat, denn auch keinen Hehl aus der Zielsetzung: «Wir wollen um den Titel mitspielen. Mit dieser Mannschaft – alle Spielerinnen sind entweder in der A-Nationalmannschaft oder in einer Juniorenauswahl – muss das unser Anspruch sein. Alles andere als eine Finalteilnahme wäre eine Enttäuschung.»