Faustball
Oberentfeldens Faustballer im Aufwind: Platz drei ist wieder möglich

Die Oberentfelder gewinnen ihre beiden Heimspiele in der Nationalliga A gegen Neuendorf und Jona souverän. Dank diesen beiden Siegen haben sie den fünften Rang gefestigt und nehmen nun den dritten Platz ins Visier.

Johannes von Mandach
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Faustball Oberentfelden
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Jubel bei Oberentfelden im strömenden Regen.
Kraftvoller Abschluss von Oberentfeldens Dominik Gugerli
Dominik Gugerli von Oberentfelden beim Smash
Reto Hunziker von Oberentfelden
Manuel Mosimann von Oberentfelden

Faustball Oberentfelden

Foto Wagner

6:0. So eindrücklich liest sich die Satzbilanz des sechsten Spieltages, welcher am vergangenen Samstag im heimischen Oberentfelden ausgetragen wurde. Vor eigener Kulisse liessen die Aargauer Faustballer nichts anbrennen und gewannen ihre beiden Spiele gegen Jona und Neuendorf souverän.

Vor allem in der ersten Partie gegen das drittplatzierte Jona liessen die Gastgeber ihre zweifelsohne vorhandene Klasse aufblitzen. In der laufenden Spielzeit war dies den Oberentfeldern aber eher selten gelungen.

So steht man momentan in der Tabelle auf Platz fünf. Dies entspricht weder dem Erhofften, noch dem vorhandenen Potenzial. Trainer Christian Zbinden findet klare Worte: «Wir wollten unter die besten drei und sind somit klar unter den Erwartungen geblieben.»

Leistungsträger Kevin Hagen schliesst sich dem an: «Aufgrund unseren Möglichkeiten gehören wir in die Top drei.» Dank der defensiven Stärke und dem Teamgeist wäre mehr möglich gewesen.

Allerdings sind die Gründe für die nicht vorhandene Konstanz schnell gefunden. Immer wieder fielen Leistungsträger verletzungsbedingt aus. Ein regulärer Trainingsbetrieb war daher schwierig.

Zudem befinden sich viele junge Spieler im Team, die in der höchsten Schweizer Spielklasse erst noch Erfahrungen sammeln müssen. So spricht Hagen von einem «Lernprozess», den alle gemeinsam zu durchlaufen haben.

Wer nun aber mit dem Gedanken spielt, man könne sich dank des vorzeitig gesicherten Mittelfeldplatzes bereits auf die kommende Saison vorbereiten, liegt falsch.

Seit dem Eidgenössischen Turnfest zeigt die Formkurve stark nach oben: Rang drei in Biel, Meisterschaftssieg gegen den Tabellenzweiten am vergangenen Spieltag und nun ein Doppelerfolg in den beiden Heimspielen. «Wir haben super gespielt», schwärmt Trainer Zbinden .

Platz drei rückt somit wieder näher. In dieser Verfassung dürften die Oberentfelder den fünften Rang, der zur Teilnahme am Finalturnier berechtigt, halten. Dort liegt der dritte Rang durchaus im Bereich des Möglichen.

Zuerst müssen aber weitere Punkte gesammelt werden. Am besten schon in einer Woche in Vordemwald. Dann geht es nebst dem siebtplatzierten Kantonsrivalen auch gegen Tabellenführer Widnau. Da wird sich zeigen, wie stark die Mannschaft wirklich ist.