Faustball
Oberentfelden versagt ausgerechnet im Spitzenkampf

Die NLA-Cracks des STV Oberentfelden blieben im Spitzenspiel gegen Widnau chancenlos, rehabilitierten sich dann aber im Derby gegen Vordemwald. Die Chancen auf einen Platz in den Top 3 sind jedoch nach wie vor intakt.

Fabio Baranzini
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Oberentfelden kriegt auf die Mütze.

Oberentfelden kriegt auf die Mütze.

fba

Schweizer Meister Widnau war in dieser Saison noch nicht ganz wie gewünscht auf Touren gekommen und hatte sowohl gegen Wigoltigen in der ersten Runde als auch gegen Jona am dritten Spieltag verloren. Doch ausgerechnet im Duell gegen den STV Oberentfelden fanden die Ostschweizer zu alter Stärke zurück. Angeführt von Angreifer Cyrill Schreiber machten sie den Gastgebern aus Oberentfelden das Leben vom ersten Punkt an äusserst schwer. Kam hinzu, dass die Heimequipe von Trainer Christian Zbinden nicht an die starken Leistungen aus der bisherigen Meisterschaft anknüpfen und vor allem in der Offensive kaum Druck erzeugen konnte.

„Unsere Leistung war schlecht. Wir spielten mit viel zu wenig Überzeugung, während Widnau mit viel Risiko agierte und dafür belohnt wurde“, ging Trainer Zbinden mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. Der Dirigent an der Seitenlinie vermisste einen Führungsspieler, der das Heft in die Hand genommen und mit Risiko versucht hätte, das Spiel an sich zu reissen. Eine Rolle, die eigentlich Hauptangreifer Kevin Hagen in den Reihen der Oberentfelder einnehmen sollte. Doch ausgerechnet im Spitzenspiel agierte Hagen „zu zögerlich und überlegte zu viel“, wie Zbinden analysierte. So mussten sich die Oberentfelder dann in der Endabrechnung gleich mit 0:3 (5:11, 6:11, 9:11) geschlagen geben.

Kaltstart im Kantonsderby

Doch viel Zeit blieb dem Team nicht, um die Niederlage zu verdauen, denn es wartete das Kantonsderby gegen Vordemwald. Doch die Klatsche gegen Widnau hatte bei den Platzherren Spuren hinterlassen, denn auch der Start in die zweite Partie misslang gründlich. Gleich mit 1:8 gerieten die Oberentfelder ins Hintertreffen. „Wir starteten erneut zu passiv, konnten uns danach aber steigern und den ersten Satz glücklicherweise mit 12:10 gewinnen“, so Zbinden. „Hätten wir den Satz verloren, wäre es schwer geworden, denn Vordemwald ist eine sehr spielstarke Mannschaft.“ So aber feierten die Oberentfelder einen sicheren 3:0-Sieg (12:10, 11:6, 11:9) und rehabilitierten sich damit für die Niederlage gegen Widnau.

Entscheidendes Spiel gegen Jona

In der Tabelle sind die Suhrentaler nach dem vierten Spieltag, der gleichzeitig das Ende der Qualifikations-Hinrunde bedeutete, vom zweiten auf den vierten Rang abgerutscht. Doch der Rückfall hört sich schlimmer an, als er tatsächlich ist, denn das Team von Christian Zbinden hat gleich viele Punkte auf dem Konto wie Widnau (Rang 2) und Jona (3), liegt jedoch vier Zäher vor dem fünftklassierten Kontrahenten aus Diepoldsau. Wollen die Oberentfelder ihr Ziel – ein Rang in den Top 3 bis zur Sommerpause – noch erreichen, kommt dem Heimspiel vom nächsten Samstag gegen Jona eine ganz besondere Bedeutung zu: „Wenn wir zu Hause gegen Jona gewinnen, dann stehen unsere Chancen auf einen Top 3 Platz gut – vorausgesetzt natürlich, dass wir auch die Pflichtsiege holen“, blickt Zbinden voraus.