Es ist schon fast ein historischer Sieg, den die Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg am letzten Sonntag feiern konnten: Zum ersten Mal seit dem 29. November 2015 ist es einem Team gelungen, den TSV Jona in einem Meisterschaftsspiel zu bezwingen. „Das ist für uns natürlich ein toller Sieg und hilft uns vor allem im mentalen Bereich weiter – insbesondere im Hinblick auf den Finalevent in Jona, wo wir hoffentlich im Finale erneut auf Jona treffen“, so Spielerin Sabrina Siegenthaler.

Den ersten Satz hatten die Oberentfelderinnen noch verloren, weil sie etwas zu nervös waren und zu viele unnötige Fehler einstreuten. Ab dem zweiten Satz fanden sie aber immer besser ins Spiel. „Andrea hat vorne clever serviert und dadurch sind wir hinten auch immer besser ins Spiel gekommen“, so Siegenthaler.

Am Ende konnten die Oberentfelderinnen einen 3:1-Sieg feiern und beenden die NLA-Qualifikation damit punktgleich mit den Ligadominatorinnen der letzten Jahre aus Jona auf Rang 2. Dies weil Jona im Direktduell das bessere Satzverhältnis aufweist. Die zweite Partie des letzten Spieltages der Qualifikation konnte Oberentfelden-Amsteg gegen Schlieren mit 3:0 gewinnen, auch wenn die Leistung nicht immer gestimmt hat. „Es wurde enger als nötig, aber wir haben dennoch sicher gewinnen können“, bilanzierte Sabrina Siegenthaler. 

Geraldine Vogel und ihre Teamkolleginnen vom STV Oberentfelden-Amsteg gewannen das Spitzenspiel gegen Jona mit 3:1.

Geraldine Vogel und ihre Teamkolleginnen vom STV Oberentfelden-Amsteg gewannen das Spitzenspiel gegen Jona mit 3:1.

Wichtiger Sieg gegen Olten

Nicht nur die Frauen können auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken, sondern auch die Männer des STV Oberentfelden. Die Jungs von Trainer Christian Zbinden haben das äusserst wichtige Spiel gegen Aufsteiger Olten mit 3:1 Sätzen gewinnen können und haben damit ihre Chancen verbessert, den Ligaerhalt ohne den Umweg über die Barrage zu bewerkstelligen. „Wir haben gegen Olten einen super Start erwischt“, so Zbinden. „Im zweiten Satz spielten wir dann in der Defensive schwach und mussten eine Umstellung vornehmen. Als diese dann gegriffen hatte, konnten wir die Sätze drei und vier gewinnen. Es war am Ende ein klarer und verdienter Erfolg.“

Gegen das Spitzenteam aus Diepoldsau gab es dann im zweiten Spiel des Tages nichts mehr zu holen. Im ersten Satz vermochten die Oberentfelder noch mitzuhalten, doch mit zunehmender Dauer der Partie liess Diepoldsau die Muskeln spielen und liess dem STV Oberentfelden keine Chance. „Sie waren schlicht und einfach besser als wir. Wir hatten keine Chance, obwohl wir eigentlich gar nicht schlecht gespielt haben. Ihre Defensive war aber überragend“, lobte Zbinden den Gegner aus der Ostschweiz.

Finalspiel gegen Elgg-Ettenhausen

Während die Qualifkation für die Frauen bereits abgeschlossen ist, steht für die Männer in zwei Wochen noch die letzte Heimrunde auf dem Programm. Und dort wartet das äusserst wichtige Direktduell mit Elgg-Ettenhausen. Die Elgger haben nämlich genau wie Olten und Oberentfelden zehn Punkte auf dem Konto. Und nach der letzten Runde wird einer aus diesem Trio in den sauren Apfel beissen und den Gang in die Barragespiele gegen die beiden stärksten NLB-Teams antreten müssen. „In dieser Runde geht es um alles oder nichts. Die Partie gegen Elgg-Ettenhausen ist für uns wie ein Finalspiel“, blickt Zbinden voraus.