Faustball

Oberentfelden bezahlt im internationalen Vergleich Lehrgeld

Die Oberentfelder mussten beim IFA-Cup den Bällen der absoluten Spitzenteams öfters nachschauen, als ihnen lieb war.

Die Oberentfelder mussten beim IFA-Cup den Bällen der absoluten Spitzenteams öfters nachschauen, als ihnen lieb war.

Die NLA-Männer des STV Oberentfelden haben beim IFA-Cup in Weinfelden den achten Schlussrang belegt. Damit blieben die Suhrentaler etwas hinter den eigenen Erwartungen, was jedoch angesichts der gewichtigen Ausfälle nicht ganz überraschend kam.

Dank dem fünften Rang in der letztjährigen Feld-Meisterschaft hat sich der STV Oberentfelden für den IFA-Cup in Weinfelden qualifiziert.

Bei diesem internationalen Turnier – im Fussball wäre das Pendant die Europa League – duellierten sich die Oberentfelder mit neun Mannschaften aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und Tschechien.

Trainer Christian Zbinden hatte sich mit seinem Team das Ziel gesetzt, den Halbfinal zu erreichen. Dafür hätten die Suhrentaler in der Vorrunde in ihrer Fünfergruppe den ersten oder den zweiten Platz belegen müssen.

Ein schwieriges Unterfangen, denn Hauptangreifer Kevin Hagen ist nach wie vor verletzt und Routinier Dominik Gugerli stand als Coach der NLA-Frauen des STV Oberentfelden im Einsatz.

Klatsche gegen Schweinfurt-Oberndorf

Dass es nichts werden würde mit der Halbfinalqualifikation zeichnete sich schon bald ab. Gegen Ligakonkurrent Jona begannen die Oberentfelder im ersten Satz zwar stark, bauten danach aber ebenso stark ab und verloren mit 9:11 und 1:11.

Nach einem Sieg gegen Bozen (11:9, 11:4) zog das Team von Christian Zbinden eine rabenschwarze Partie gegen Schweinfurt-Oberndorf ein. Nur mickrige sechs Punkte konnten die Oberentfelder im gesamten Spiel gewinnen.

«In dieser Partie gingen wir völlig unter. Wir waren beim Service nicht stark genug, um auf internationalem Niveau mithalten zu können. Zudem haben wir im Angriff den Ball aus Angst zu oft einfach nur rüber gespielt», analysierte Zbinden.

Platzierungsspiele am Sonntag

Nach der Schlappe gegen Schweinfurt-Oberndorf rehabilitierten sich die Oberentfelder im Duell gegen den Österreichischen Vertreter Union Freistadt.

Gegen das Spitzenteam reichte es zwar nicht zum Sieg (5:11, 10:12), aber Zbinden war zufrieden mit dem Gezeigten. «Da haben wir richtig gut gespielt», freute sich der Mann an der Seitenlinie.

Zu mehr als Rang vier nach der Vorrunde reichte es dem STV Oberentfelden jedoch nicht und so musste das Team am Sonntag zu den Platzierungsspielen für die Ränge 7 bis 10 antreten.

Erfahrung hat gefehlt

Da die Oberentfelder ihr Ziel ohnehin schon verpasst hatten, nutzten sie den zweiten Spieltag um einige Änderungen in der Aufstellung vorzunehmen und wichtige Erfahrungen auf internationalem Niveau zu sammeln.

Dieses Vorhaben gelang. Gegen die tschechische Mannschaft FaC Zdechovice siegten sie souverän mit 11:5, 11:5 und gegen UfG Grieskirchen, den frisch gebackenen Vize-Meister aus Österreich, konnten die Oberentfelder immerhin einen Satz gewinnen.

«Mit den Resultaten des ersten Tages bin ich nicht zufrieden, aber was den Lerneffekt und die Leistungen am zweiten Spieltag angeht, war das absolut in Ordnung. Man hat jedoch gemerkt, dass uns auf diesem Niveau die Erfahrung fehlt», bilanzierte Zbinden. Für sein Team steht nun die Sommerpause an.

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