Fussball
Nur optisch überlegen, spielerisch waren die Teams auf Augenhöhe

Der Leader FC Baden kommt beim abstiegsbedrohten Solothurn nicht über ein 1:1 hinaus. Trainer Sven Christ bilanzierte trotzdem positiv – sie selbst und Solothurn hätten vieles richtig gemacht.

Pius Rüegger
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Badens Goalie Bachmann sah beim 1:0 nicht gut aus. awa/archiv

Badens Goalie Bachmann sah beim 1:0 nicht gut aus. awa/archiv

foto-net / Alexander Wagner

«Gemessen an den Umständen – mit einem schwierigen Platz und einem kämpferischen Gegner –, war es ein guter Match», fasste Baden-Trainer Sven Christ zusammen. Solothurn reagierte mit einem disziplinierten Auftritt auf die 0:4-Klatsche in Münsingen.

Nach nur 37 Sekunden – der Ball flog nach einer Kombination Fleury-Walther knapp am Badener Kasten vorbei – setzten die Gastgeber eine Duftmarke und bauten anschliessend ein konsequentes Ab-wehrdispositiv auf. Mit dieser Massnahme gelang es den Solothurnern, den Besuchern die Offensivwirkung zu entziehen.

Die Aargauer erreichten lediglich eine optische Überlegenheit. Mehr als das Zirkulieren des Balles schaute nicht heraus. «Über die ganzen 90 Minuten gesehen, haben wir mehr Aufwand betrieben», stellte denn auch Christ fest.

Solothurnerseits war es ein vorsichtiges Spiel. Ein Rückstand wollte vermieden werden. Torszenen und -schüsse hatten Seltenheitswert. Der Tabellenführer startete wieder aktiver in die zweite Hälfte. Dann hatte es allerdings die 62. Minute in sich.

Solothurns Walther kam zu zwei Abschlussmöglichkeiten. Bei der ersten brachte er den Ball nicht unter Kontrolle. Bei der zweiten – Gästehüter Bachmann machte einen Ausflug an seine linke Strafraumseite – vollendete er die Vorarbeit Haslers mit dem 1:0.

Die Führung währte nicht lange. Dzelili fiel drei Minuten nach seiner Einwechslung (65.) eine Kopfballabwehr vor die Füsse und er glich mit einem satten Direktschuss aus. «Wir haben vieles richtig gemacht und einen Punkt verdient, das gilt auch für Solothurn», anerkannte Christ.

In der 1. Liga Classic trennen sich der FC Muri und Rapperswil-Jona torlos. Nach einer Leistung mit viel Herz und noch mehr Kampf bleibt der FC Muri auch im dritten Spiel in Serie ungeschlagen. Auf dem tiefen und kaum bespielbaren Terrain des Stadions Brühl knüpften die Freiämter nahtlos an die Leistung des Eschen/ Mauren-Spiels an.

Für die Klosterdörfler wäre mehr möglich gewesen. In der 86. Minute vergab Fidan Tafa den Matchball. Das Murianer Eigengewächs scheiterte aber aus aussichtsreicher Position an Rapperswil-Torhüter Yanz. Schon zehn Minuten zuvor hatte Tafa eine klare Torchance. Diesmal verfehlte der Stürmer eine Hereingabe des kurz zuvor eingewechselten Joel Kaufmann.

Die Murianer hätten drei Punkte verdient. Sie hatten mehr Ballbesitz und legten nach der Pause noch einen Zacken zu. Rapperswil erwies sich als der befürchtet unangenehme Gegner. Stürmer Vujo Gavric war eine stete Gefahr.

Er war es auch, der die grösste Gästechance vorbereitete (26.). Ivan Bonfardin hämmerte die scharfe Hereingabe aber in die Wolken. Im Gegenzug scheiterte David Studer nach einem Abpraller ebenfalls mit einem Schuss über das Tor.

Solche Aktionen bildeten aber die Ausnahme. Eine spielerisch hochstehende Partie liessen die Platzverhältnisse nicht zu. In der Vorwärtsbewegung führte der Zufall Regie.

Dieser Meinung war auch Muris Routinier Sergio Colacino. «So Fussball zu spielen, ist eine Katastrophe. Viele Aktionen basieren auf Glück und Zufall», meinte der ehemalige Profi. Mit dem Unentschieden wollte er sich nicht anfreunden. «Es wäre mehr möglich gewesen. Wir wussten, dass irgendeinmal die Chancen kommen würden.» Leider habe man sie dann nicht genutzt.

Für Muri bleibt nach dieser Partie alles beim Alten. Wie schon vor dem Spiel beträgt die Reserve auf einen Abstiegsplatz nur einen Zähler. Nach zwei freien Wochenenden folgen die wegweisenden Begegnungen gegen das Team Ticino und Gossau.

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