Faustball
Nur noch zwei Siege bis zum Ziel

Es gilt ernst für die beiden NLA-Faustballteams des STV Oberentfelden. Am Wochenende stehen in Kirchberg die Finalspiele um den Schweizer Meistertitel an. Und beide Teams wollen um den Titel mitspielen.

Fabio Baranzini
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Manuel Mosimann und seine Teamkollegen wollen es mit einer starken Defensive und einem aggressiven Aufschlag ins Finale schaffen.

Manuel Mosimann und seine Teamkollegen wollen es mit einer starken Defensive und einem aggressiven Aufschlag ins Finale schaffen.

Fabio Baranzini

Oberentfelden gegen Diepoldsau. So lautet das Duell im Halbfinal des Finalevents der Schweizer Meisterschaften am kommenden Wochenende in Kirchberg. Und zwar gleich zwei Mal. Sowohl die Männer, als auch die Frauen treffen in ihren Halbfinalpartien auf die Teams aus der Ostschweiz. Die Vorzeichen sind jedoch unterschiedlich. Während die Männer nach einer spielerisch nicht restlos überzeugenden Vorrunde als Aussenseiter starten, sind die Frauen von Oberentfelden-Amsteg der klare Favorit.

Nach der Vorrunde, welche die Mannschaft von Trainer Benjamin Marti-Suter ohne Niederlage souverän gewonnen hat, soll am Wochenende der Titel folgen. Die Verteidigung des Schweizer Meistertitels aus dem Vorjahr haben sich die Oberentfelderinnen bereits vor dem ersten Saisonspiel zum Ziel gesetzt. Nun fehlen noch zwei Siege auf dem Weg dazu. „Wir brauchen diese zwei Siege, dabei kann es uns egal sein, gegen wen wir spielen. Nach den fünf Siegen aus der Qualifikation dürfen wir mit breiter Schuler hinstehen und sagen: Wir sind der Favorit“, findet Marti-Suter.

Oberentfelden-Amsteg - im Bild Jaqueline Fedier - will am Finalevent in Kirchberg auf eine starke Offensive zählen.

Oberentfelden-Amsteg - im Bild Jaqueline Fedier - will am Finalevent in Kirchberg auf eine starke Offensive zählen.

Fabio Baranzini

Vor- oder Nachteil?

Der Trainer weiss aber auch, dass die Favoritenrolle ein zweischneidiges Schwert ist. „Sie kann uns lähmen, weil wir es als Last anschauen, unsere Leistung abrufen zu müssen. Sie kann uns aber auch die nötige Sicherheit geben und das Wissen, dass wir – wenn wir unser Niveau erreichen - jeden Gegner schlagen können“, so Marti-Suter. In der Vorbereitung auf den Finalevent in Kirchberg haben die Oberentfelderinnen im Training intensiv daran gearbeitet, sich mental und taktisch auf die Gegner einzustellen. Der Schlüssel ist dabei die Offensive. „Wenn wir es schaffen, den Gegner unter Druck zu setzen und sie so an einem sauberen Aufbau hindern, dann haben wir gute Chancen, den Titel zu holen“, ist Marti-Suter überzeugt.

Rehabilitation für die Vorrunde?

Vom Titel haben auch die Männer des STV Oberentfelden gesprochen. Zumindest vor der Saison. Die Realität in der Vorrunde hat dann allerdings etwas anders ausgesehen. Nach suboptimalen Leistungen und einigem Verletzungspech – zeitweise fehlten gleich drei Spieler, die regelmässig zum Einsatz kommen – konnten sich die NLA-Cracks erst in der letzten Qualifikationsrunde für die Playoffs qualifizieren. Dennoch glauben die Oberentfelder an ihre Chance im Duell mit Diepoldsau. „Wir wissen, dass wir in der Vorrunde über weite Strecken mit ihnen mithalten konnten und am Ende an uns selbst gescheitert sind. Das ist gut, denn so haben wir die Gewissheit, dass wir – wenn wir alles richtig machen – gewinnen können“, sagt Trainer Christian Zbinden.

Alles richtig machen, das heisst vor allem in der Defensive sicher stehen und beim Service die nötige Aggressivität an den Tag legen. „Wir müssen von Anfang an Druck ausüben und dürfen nicht zu passiv werden. Wenn uns das gelingt, dann können wir Diepoldsau in eine unangenehme Lage bringen“, weiss Zbinden. Und genau das ist das Ziel der Oberentfelder. Sie wollen unbedingt den ersten Satz gewinnen und den Schwung mitnehmen. Gelingt ihnen das, liegt vielleicht sogar die Überraschung drin. Es wäre die Rehabilitation für die Vorrunde, in denen die Oberentfelder hinter den eigenen Erwartungen zurück geblieben waren.

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