Schweizer Cup

Nur ein Zwischenspurt reicht nicht: Deutliche Cup-Niederlage für den SC Schöftland

Der SC Schöftland wird vom FC Solothurn im Cup-Sechzehntelfinal gestoppt.

Der SC Schöftland wird vom FC Solothurn im Cup-Sechzehntelfinal gestoppt.

Der Erstligist FC Solothurn erweist sich für den SC Schöftland als zu hohe Hürde: Nach der 1:5-Niederlage ist das Cup-Abenteuer in der 2. Hauptrunde für die Truppe von Sven Osterwalder zu Ende.

600 Zuschauer, herrlicher Sonnenschein und die verlockende Chance auf den Achtelfinal-Einzug im Schweizer Cup: Es wäre alles angerichtet gewesen für einen packenden Cup-Nachmittag auf der Sportanlage Rütimatten in Schöftland. Doch die Fussball-Götter hatten anderes im Sinn.

Dem SC Schöftland wollte in der ersten Halbzeit nicht viel gelingen.

Dem SC Schöftland wollte in der ersten Halbzeit nicht viel gelingen.


Die Gastgeber starteten zurückhaltend in die Partie, überliessen dem Gegner das Diktat und wurden dafür prompt nach drei Minuten zum ersten Mal bestraft. Hannes Hunziker netzte nach einem Abpraller im Strafraum problemlos ein. Das hohe Solothurner Pressing nahm auch nach dem frühen Führungstreffer nicht ab.

Momentum drohte zwischenzeitlich zu kippen

Dem SCS dagegen wollte trotz lautstarkem Antrieb der eigenen Junioren, die sich sogar extra mit einer Pauke ausgerüstet hatten, kaum etwas gelingen. Immer wieder schlichen sich individuelle Fehler ein. So stand es zur Pause bereits 0:2 aus Sicht der Heimmannschaft. Der ehemalige Super-League-Spieler Loïc Chatton hatte zwischenzeitlich seine Abgebrühtheit unter Beweis gestellt.

Die Solothurner bejubeln den Treffer von Loïc Chatton.

Die Solothurner bejubeln den Treffer von Loïc Chatton.

Auf der anderen Seite brachte Schöftland während der ersten 45 Minuten kaum eine nennenswerte Szene zustande. «Ich habe in der Pause zur Mannschaft gesagt, dass wir auch hier sind, um Fussball zu spielen», erklärte SCS-Trainer Sven Osterwalder nach der Partie. Eine Botschaft, die zwar einfach klingt, aber tatsächlich Wirkung zeigte. Denn Schöftland fing, endlich an, zu agieren, statt nur zu reagieren. Besonders Basil Gmür und Kürsat Kiybar bereiteten den Solothurnern immer wieder Schwierigkeiten im Strafraum und erzwangen damit in der 67. Minute den Anschlussteffer. Das Momentum drohte tatsächlich zu kippen.

Basil Gmür beschäftigt die Solothurner Defensive.

Basil Gmür beschäftigt die Solothurner Defensive.

Doch es wurde nichts daraus: Nur drei Minuten später wurde der erst 18-jährie Fabio Bruni im Strafraum perfekt lanciert und schob unbedrängt ein. Dieser dritte Solothurner Treffer nahm den Aargauern den Wind völlig aus den Segeln. Dass Bruni kurz darauf in der 81. Minute nach einem Abstimmungsfehler in der Verteidigung des Heimteams sein Doppelpack schnürte und Chatton eine Minute später es ihm mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag gleich tat, machten das SCS-Debakel komplett.

Die SCS-Spieler bedanken sich bei den Zuschauern nach der Partie.

Die SCS-Spieler bedanken sich bei den Zuschauern nach der Partie.


Am Ende gewann der Erstligist aus Solothurn deutlich mit 5:1. Ein bitteres Resultat für die Hausherren aus der 2. Liga inter: «In dieser Deutlichkeit ist das Ergebnis zu hoch, aber Solothurn hat sich das Weiterkommen absolut verdient», betonte der enttäuschte SCS-Trainer. «Es hätten heute viele Faktoren passen müssen, um durchzukommen. Was mich besonders nervt, ist, dass wir nicht die ganze Partie so spielen konnten, wie zu Beginn der zweiten Halbzeit. So wäre womöglich eine kleine Sensation dringelegen.»

Die Geschichte wiederholt sich

Knapp 100 FCS-Fans sind nach Schöftland mitgereist.

Knapp 100 FCS-Fans sind nach Schöftland mitgereist.

Des einen Leid ist des anderen Freud: Ungefähr 100 mitgereiste Fans bejubelten nach der Partie mit dem FCS den Einzug in den Achtelfinal. Allerdings verhalten, schliesslich wurde das Team auch einfach nur seiner Favoritenrolle gerecht. Trainer Jürg Widmer gab sich nach dem Spiel nur bedingt zufrieden: «Mit dem Resultat bin natürlich glücklich, aber dass wird den Gegner in der zweiten Halbzeit nochmals aufkommen liessen, hätte nicht sein müssen.»

Jürg Widmer wird nun mit seinem Team im Achtelfinal auf den SC Kriens treffen.

Jürg Widmer wird nun mit seinem Team im Achtelfinal auf den SC Kriens treffen.

Der Trainer bekommt nun die Chance, um mit seiner Mannschaft Geschichte zu schreiben. Der FC Solothurn steht nach der Saison 2009/10 zum zweiten Mal im Achtelfinal des Schweizer Cups. Damals wie auch in diesem Jahr heisst der Gegner SC Kriens. Eine schwierige aber nicht unlösbare Aufgabe: «Ich gehe davon aus, dass wir mit einem grossen Fussballfest planen können. Das Team hat sich das verdient.»

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