«I like it», relativiert der 21-Jährige gelassen. «Klar sind die Erwartungen des Klubs gross, schliesslich haben sie Geld in mich investiert.» Damit könne er aber gut umgehen, der Australier spielt gerne unter Druck. Und wie ein Ausländer fühle er sich schon nach zwei Monaten nicht mehr: «Es ist ein sehr junges, cooles Team, das mich offen empfangen und mich schnell integriert hat.»

Morgen beginnt für den TV Schönenwerd mit dem Auswärtsspiel in Amriswil die neue Saison. «Wir sind bereit», ist Richards überzeugt, «es war eine sehr lange Vorbereitung mit vielen Trainings, Freundschaftsspielen und Turnieren. Seit dem ersten Spiel haben wir deutliche Fortschritte erzielt und uns stetig gesteigert.» Ein Saisonziel zu formulieren, falle ihm dagegen schwer: «Die Situation in der Schweizer Liga ist wohl ähnlich wie in Holland (er spielte dort für Landstede, Anm. d. Red.): mit vier, fünf guten, ausgeglichenen Teams an der Spitze.

Viele Wechsel beim Meister

Wie gut unsere Konkurrenten wirklich sind, werde ich erst noch sehen.» Erschwerend kommt dazu, dass praktisch alle anderen NLA-Teams in der Sommerpause ihre Kader kräftig durchgewirbelt haben. Schweizer Meister Lugano beispielsweise verzeichnet nicht weniger als elf Abgänge und zehn Zuzüge. Die Tessiner beginnen die Meisterschaft nur noch mit fünf Spielern (unter ihnen vier Schweizer), die bereits letztes Jahr im Kader standen.

Sämtliche ausländischen Leistungsträger wurden ausgewechselt. Verzichten muss Trainer Mario Motta unter anderen auf den alles überragenden brasilianischen Angreifer Felipe Bandero. Nicht mehr dabei ist mit Joël Bruschweiler auch der einzige Schweizer, der sich im Spitzenteam behaupten konnte. Bruschweiler ist derzeit ohne Vertrag; er möchte sich noch einmal im Ausland behaupten.

Zwei Rückkehrer

Auch Schönenwerds morgiger Gegner Amriswil hat sich mächtig ins Zeug gelegt. Mit Sinotti (Brasilien), Hanik (Tschechien), Banda (Chile) und Tomasik (Slowakei) haben die Thurgauer gleich vier neue Ausländer unter Vertrag genommen. Beim TVS gibt es neben Jordan Richards nur fast neue Gesichter: Simon Hofstede kehrt von Voléro Zürich zurück und der langjährige Captain Florian Lier von seiner einjährigen verletzungsbedingten Auszeit. Verlassen haben den TVS nebst den beiden Ausländern Malicki und Peterlin auch Libero Etienne Hagenbuch, Daniel Bossart und Fabian Brander. Das Team ist noch jünger geworden, das Durchschnittsalter beträgt 23,4 Jahre. Auch für Richards eine neue Situation: «Bei Landstede war ich der Jüngste und wurde deshalb Puppy genannt.»