1.Liga-Eishockey

Nur die Zuschauer in Aarau fehlen: Die Argovia Stars und die Red Lions sind in der ersten Phase der Regular Season auf Kurs

Die Red Lions und die Argovia Stars werden ihren Erwartungen gerecht – nun müssen sie die Konzentration aufrechterhalten.

Die Red Lions und die Argovia Stars werden ihren Erwartungen gerecht – nun müssen sie die Konzentration aufrechterhalten.

In der 1.Liga sind die «Sterne» und die «roten Löwen» auf gutem Weg ihre Saisonziele trotz einiger Baustellen zu erreichen. Während die Argovia Stars die Playoffs anstreben, wollen die Red Lions nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Beide Trainer der höchsten Aargauer Eishockey Repräsentanten sind über den Verlauf der aktuellen Saison zufrieden – beide Mannschaften sind auf gutem Weg ihr Saisonziel in der Liga zu erreichen. Die Argovia Stars befinden sich nach 15 Partien punktgleich wie der achtplatzierte SC Herisau auf dem siebten Zwischenrang.

Auch wenn die «Sterne» so nach 22 Spielen die frühzeitige Playoffqualifikation verpassen würden, hätten sie immer noch die Chance, sich in fünf zusätzlichen Spielen gegen die untere Tabellenhälfte noch eines der beiden letzten Playofftickets zu ergattern. Nach der ersten Phase qualifiziert sich nämlich die Top Sechs der Liga für die Playoffs.

«Uns ist es gelungen, in den vergangenen Partien unsere Tore im richtigen Moment zu erzielen. Wir haben unsere Defensive stabilisiert und mit sehr guten Torhüterleistungen diese Punkte ins Trockene geholt», sagt der optimistisch und positiv gestimmte Headcoach der Argovia Stars Roger Gerber.

Nun wartet auf das Team von Gerber, zumindest was die Tabelle betrifft, eine vermeintlich einfachere Aufgabe, was aber in der Realität und sportlich gesehen eine sehr schwierige Herausforderung darstellt.

Das Mindset ist in den nächsten Partien entscheidend 

Sein Team gastiert am Mittwochabend (n.Red) beim Tabellenschlusslicht HC Luzern.«Solche Spiele sind immer brandgefährlich. Dass es ein wichtiges Spiel ist, wissen wir. Das Mindset ist jetzt entscheidend», sagt Gerber. Wie gehen die Argovia Stars mit den Mannschaften um, die hinter ihnen in der Tabelle liegen und dadurch gerne unterschätzt werden?

Diese Frage erklärt der 51-jährige Langenthaler folgendermassen: Er fordert von seiner Mannschaft höchstmögliche Aufmerksamkeit sowie Professionalität, um über ein angemessenes Polster im Kampf um die Playoffs zu verfügen.  

Eine weitere sportliche Herausforderung wartet im Cup auf die Argovia Stars. Um das gesetzte Ziel, die Qualifikation für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups zu erreichen, müssen die Aarauer am 14. Dezember zu Hause die hohe Hürde, den MySportsLeague-Vertreter Hockey Huttwil, überwinden. Dieser hatte in der vorherigen Runde die Red Lions Reinach mit 7:0 deklassiert.

Die Breite des Kaders macht den Unterschied 

Wie die Argovia Stars sind auch die Red Lions auf gutem Weg zu ihrem Saisonziel «Ligaerhalt». Der Vorsprung der «roten Löwen», die ein Spiel mehr bestritten haben, auf das Schlusslicht Luzern beträgt nach 15 Runden acht Punkte.

Damit dieser Vorsprung jedoch nicht schrumpft, müssen die Reinacher, welche die letzten drei Partien verloren haben, sich in einem entscheidenden Punkt verbessern: «Es waren zwar sehr gute Spiele, aber wir haben viel zu wenig Tore geschossen. Dort hapert es bei uns noch. Ganz klar müssen wir an der Chancenverwertung arbeiten», sagt der Headcoach der Red Lions Raphael Zahner. 

Dennoch ist er grundsätzlich zufrieden, zumal nicht nur dieser Vorsprung für die Wynentaler beträchtlich ist. Die Red Lions haben nach 16 Spielen schon 15 Punkte auf dem Konto. Als Vergleich: In der vergangenen Saison reichte es nach 27 Spielen für magere 6 Punkte. Eine riesen Steigerung, die nach Zahner vor allem auf einem Faktor basiert: Ein breiteres Kader, mit welchem Zahner gut trainieren und in den richtigen Rhythmus kommen konnte.

Er erwartet vor Weihnachten eine verbesserte Chancenauswertung: «Damit wir aus drei Spielen mindestens sechs Punkte holen, indem wir die direkten Konkurrenten (HC Prättigau-Herrschaft und HC Luzern) bezwingen. Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben und auf sportlichem Weg den Ligaerhalt schaffen.»

Während die Argovia Stars sich über mehr Zuschauer freuen würden, sind die Red Lions auch in dieser Beziehung zufrieden. «Im Vergleich zum Vorjahr honoriert nun auch das Publikum unsere Aufbauarbeit. Dieses Vertrauen wollen wir mit guten Leistungen zurückzahlen», sagt Zahner. 

Insgesamt lässt sich aktuell aus Aargauer Sicht die Tabelle guten Mutes lesen – bleibt zu hoffen, dass die Mannschaften sich stetig weiterentwickeln und auch am Ende der Saison auf einen positiven Verlauf zurückblicken können.

Meistgesehen

Artboard 1