Zu Beginn der ersten Halbzeit sah man ein offenes, angriffslustiges FC Aarau, das man so schon länger nichtmehr zu sehen bekam. Auch von den Gästen kann man ähnliches erzählen. Ein richtig schönes Fussballspiel, dass man hier im Aarauer Schachen zu sehen bekam.

Doch schon nach wenigen Minuten zeigte sich ein gewisser Unterschied in Sachen Präzision und Spielwitz. Die Gäste aus dem St. Gallischen präziser zusammen, hatten bessere Kombinationsideen und wurden für dies auch belohnt. In der elften Spielminute schoss Saner nach einem wunderschönen Zusammenspiel den Führungstreffer. Sie bekam den Ball auf der linken Aussenseite und chippte diesen dann locker über Schneider.

Bis kurz vor der Pause sah man dann nur noch wenig vielversprechende Aktionen. Zwar suchten die Aarauerinnen immer wieder den Weg aufs gegnerische Tor, jedoch fehlte ihnen die durchschlaggebende Idee zum Ausgleich. Nicht so bei den Gästen. Kurz vor dem Pausenpfiff beendete Berger ein herrliches Kombinationsspiel, in dem die Aarauer Abwehr mit nur vier Pässen ausgespielt wurde, zum zwischenzeitlichen 2:0. Ein Ergebnis, dass den Leistungen vollkommen Gerecht wurde.

Bessere Leistung aber keine genügende Belohnung

Der Start in die zweite Halbzeit war dann doch um einiges besser als das, was man in der ersten gesehen hatte. Auch der Trainer war mit der ersten Hälfte ziemlich unzufrieden: „Ich habe den Spielerinnen in der Pause gesagt wenn ich könnte, würde ich mich bei jedem der draussen steht für diese amateurhafte Leistung entschuldigen.“

Trainer Charles Grütter nach der 1:2-Niederlage gegen Rapperswil-Jona

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Das sagt Trainer Charles Grütter nach der Niederlage gegen Rapperswil

Und tatsächlich nützte diese Pausenansprache. Die Spielerinnen wurden wieder offener, hatten mehr Spielwitz und kombinierten schöne Angriffe. Der Anschlusstreffer von Sarah Hediger in der 77. Minute, die in dieser zweiten Halbzeit deutlich Chancen bekam als in der Ersten, blieb aber nicht mehr als Resultatkosmetik. Es reichte dann doch nicht zum Remis. Dafür spielten die Aarauerinnen immer noch zu schwach.

Auffällig im Aarauer Spiel war heute vor allem die unpräzise Spielweise. Übers ganze Spiel hinweg sah man im Mittelfeld immer wieder Fehlpässe, die es so eigentlich zu vermeiden gilt. Ausserdem scheiterte es im Angriff auch immer wieder am letzten Pass. Ansonsten hätten die Aarauerinnen heute hier mehr holen können. Ein Problem, das bereits in den letzten Partien ausschlaggebend war.

Nur drei Tage bis zur nächsten Partie

Von dieser Niederlage gilt es sich nun schnell zu erholen, denn bereits am Samstag treffen die FCA-Frauen auswärts auf die Femina Kickers Worb. Die kurze Pause findet Trainer Grütter aber nicht weiter schlimm: „Meine Spielerinnen wollen mal in der NLA spielen. Ich kann darauf gehen, dass sie richtig darauf eingestellt sind.“

Der nächste Gegner der Aarauerinnen liegt derzeit auf Platz zwei in der Tabelle. Das kann eigentlich für die FCA-Frauen nur Gutes heissen. Denn sie haben gegen St. Gallen wie auch gegen Zürich bewiesen, dass sie durchaus mit den Tabellenleadern mithalten können.