NLA-Handball
Erfolgreicher Auftakt bei Torfestival: Der HSC Suhr Aarau gewinnt sein erstes Pflichtspiel 2021 bei St. Otmar souverän

Der HSC Suhr Aarau eröffnet den NLA-Meisterschaftsbetrieb im Jahr 2021 am Mittwochabend mit einem souveränen 39:32-Auswärtssieg bei St. Otmar St. Gallen. Bereits zur Pause waren die Aargauer mit 22:17 in Führung gelegen.

Dean Fuss
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HSC-Spielmacher Tim Aufdenblatten (M.) setzt sich gegen die Otmar-Defensive durch.

HSC-Spielmacher Tim Aufdenblatten (M.) setzt sich gegen die Otmar-Defensive durch.

Bild: Ralph Ribi

Was für ein Auftakt des HSC Suhr Aarau ins Jahr 2021: Die Aargauer besiegen den TSV St. Otmar St. Gallen auswärts dank einer starken Leistung gleich mit 39:32.

Erst zum zweiten Mal in der laufenden Saison erzielt die Mannschaft von Trainer Misha Kaufmann über 30 Treffer in einer Partie. Letztmals war das Anfang September 2020 beim 31:24-Heimerfolg über den TV Endingen der Fall gewesen.

Dabei hatte die Partie, wie bei Auftritten des allgemein für seine stabile und hartnäckige Defensive bekannte HSC üblich, verhalten begonnen. In den ersten fünf Spielminuten fiel nur je ein Treffer.

Doch dann drehten die Gäste aus dem Aargau auf und zogen bis zur Pause (22:17) auf fünf Treffer davon. Trotz kleinem Zwischentief um die 40. Spielminute liess Suhr Aarau dem Gegner in der Folge keine Chance mehr.

15-jähriger Sarlos kommt zum NLA-Debüt

Und so kam am linken Flügel in den Schlussminuten, als die Partie längst entschieden war, der 15-jährige Nikos Sarlos zu seinem NLA-Debüt im HSC-Trikot.

Aus dem starken Kollektiv ragen auf dem Statistikblatt beim HSC der Portugiese João Ferraz mit zehn, Tim Aufdenblatten mit acht und Manuel Zehnder mit sieben Treffern heraus.

Der Portugiese João Ferraz war mit zehn Treffern der erfolgreichste Werfer des HSC Suhr Aarau.

Der Portugiese João Ferraz war mit zehn Treffern der erfolgreichste Werfer des HSC Suhr Aarau.

Bild: Ralph Ribi

Zufriedener HSC-Trainer Misha Kaufmann

«Das war heute nicht das Spiel der Torhüter, sondern dasjenige der Offensivreihen. Im Grossen und Ganzen bin ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden», sagte HSC-Trainer Misha Kaufmann nach der Partie. Er freute sich zurecht über die beiden gewonnen Punkte und darüber, dass Suhr Aarau in der Tabelle nun bis auf einen Punkt zu den viertplatzierten St. Gallern aufgeschlossen hat – und das mit einer noch auszutragenden Partie in der Hinterhand.

Der Sieg stimmt Kaufmann im Hinblick auf die kommenden Partien positiv:

«Wenn jetzt die Abwehr noch kommt, dann sehe ich goldene Zeiten auf uns zukommen.»

Auch Kreisläufer Martin Slaninka stimmt der Erfolg in St. Gallen positiv: «Wir nehmen diese zwei Punkte verdient mit nach Hause. Dieser Sieg ist sehr wichtig für uns. Im Jahr 2021 haben wir nach einem Pflichtspiel einen Sieg auf dem Konto – so soll es weitergehen.»

Kreisläufer Martin Slaninka steuerte drei Treffer zum deutlichen HSC-Sieg bei.

Kreisläufer Martin Slaninka steuerte drei Treffer zum deutlichen HSC-Sieg bei.

Bild: Ralph Ribi

Am Sonntag wartet das Aargauer Derby

Weiter geht es für den HSC Suhr Aarau am kommenden Sonntag, 7. Februar, mit dem Aargauer Derby gegen den TV Endingen (Anpfiff: 16 Uhr). Für den HSC, der spielplan- und coronabedingt noch kein Heimspiel unter den verschärften Coronabestimmungen ausgetragen hat, wird es das erste Heimspiel in der Schachenhalle ohne Zuschauer werden.

Telegramm

St. Otmar St. Gallen - Suhr Aarau 32:39 (17:22)

Kreuzbleiche, St. Gallen. – Keine Zuschauer. – SR Brunner/Salah. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen St. Otmar, 5-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau.

St. Otmar St. Gallen: Bringolf (6 Paraden)/Kindler (1); Fricker (1 Tor), Geisser, Gwerder (4), Haas, Höning (1), Jurca (6), Jurilj (9), Pendic (8), Wetzel (3).

Suhr Aarau: Marjanac (7 Paraden)/Grazioli (3 Paraden); Aufdenblatten (8 Tore), Ferraz (10), Oliveira (1), Laube (2), Muggli (3), Parkhomenko, Poloz (4), Sarlos, Slaninka (3), Zehnder (7).

Bemerkungen: Suhr Aarau ohne Reichmuth (krank), Peter, Strebel (beide verletzt), Attenhofer, Brandt , Kalt, Müller (alle ohne Einsatz) und Ferrante (abwesend). – Verhältnis verschossener Penaltys: 1:1.

Sie haben die Partie verpasst? Schauen Sie sie sich hier in der Aufzeichnung des Livestreams an:

Lesen Sie im Folgenden den Spielverlauf nach:

Der Auftakt in die erste NLA-Partie des Jahres 2021 verläuft etwas schleppend: In den ersten fünf Spielminuten gelingt sowohl dem HSC Suhr Aarau wie auch Gastgeber St. Otmar St. Gallen nur gerade je ein einziger Treffer. In der 10. Minute legt der HSC mit 5:3 vor – erstmals führt in diesem Spiel eine der beiden Mannschaften mit mehr als einem Treffer Vorsprung.

Bis zur 14. Spielminute erhöhen die Gäste aus dem Aargau auf 9:5 und vergrössern damit die Distanz zu den St. Gallern. Mit ein Grund dafür ist der starke Auftakt von HSC-Torhüter Dragan Marjanac, der zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Paraden (Abwehrquote: 50 Prozent) auf seinem Konto hat.

Kurz vor Ablauf der 21. Spielminute bezieht Otmar-Trainer Zoltan Cordas bereits sein zweites Team-Timeout. Der frühere HSC- und TVE-Coach ist völlig unzufrieden. Kein Wunder, seiner Mannschaft wird vom HSC, der seine Führung kontinuierlich auf 15:9 ausgebaut hat, in dieser Phase der Zahn ziemlich konsequent gezogen.

Etwas mehr als zwei Minuten vor der Pause ist es Manuel Zehnder, dem mit seinem vierten persönlichen Treffer (20:15) bereits das 20. Erfolgserlebnis für seine Mannschaft gelingt. Bis zur Pause kommen noch deren zwei hinzu und so führt Suhr Aarau nach 30 Spielminuten in St. Gallen mit 22:17. Zehnder, João Ferraz, Tim Aufdenblatten und Torhüter Marjanac haben sich mit jeweils fünf Treffern beziehungsweise Paraden ganz besonders hervorgetan.

HSC-Rückraumspieler Sergio Muggli (hinten) wird bei seinem Abschluss von Teamkollege David Poloz (l.) beobachtet.

HSC-Rückraumspieler Sergio Muggli (hinten) wird bei seinem Abschluss von Teamkollege David Poloz (l.) beobachtet.

Bild: Ralph Ribi

Suhr Aarau kommt gut aus der Kabine und nutzt den Ballbesitz zum Start gleich im ersten Angriff zum Ausbau der Führung auf sechs Treffer (23:17). Knappe drei Minuten später trifft HSC-Torhüter Leo Grazioli, der bereits im Verlauf der ersten Halbzeit eingewechselt worden ist, zum 25:18 ins leere Tor der St. Galler.

In der 41. Minute kehrt Marjanac für einen Siebenmeter zwischen die Pfosten zurück – und pariert. Das ist gerade deshalb enorm wichtig, weil der Vorsprung des HSC in den Minuten zuvor Tor um Tor auf nur noch drei Treffer (28:25) geschrumpft ist. Doch die Parade von Marjanac scheint ihre Wirkung nicht zu verfehlen, denn bis kurz vor Ablauf der 45. Spielminute erhöhen die Gäste wieder auf sieben Treffer Vorsprung (32:25).

Knapp sieben Minuten vor der Schlusssirene erzielt Ferraz seinen neunten persönlichen Treffer ins leere Tor der St. Galler, die versuchen, die Partie mit dem siebten Feldspieler zu drehen. Mit dem 36:29 so kurz vor dem Ende ist die Partie nun aber entschieden.

Was für ein Auftakt ins Pflichtspieljahr 2021 für den HSC Suhr Aarau. Die Mannschaft von Trainer Misha Kaufmann revanchiert sich dank des 39:32-Sieges in eindrücklicher Manier für die beiden Niederlagen gegen St. Otmar in den beiden vorherigen Duellen der laufenden Saison.