NLA-Handball
Im zweiten Gang reicht es nicht: Ein fahriges Suhr Aarau spielt gegen Basel nur Unentschieden

Zwischen den Europacup-Spielen gab es für den HSC die Pflichtaufgabe Basel zu bewältigen. Doch der Mannschaft von Aleksander Stevic gelang kein Sieg: Nur mit Glück erkämpfte sich der HSC ein 30:30.

Frederic Härri
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Können nicht zufrieden sein: Gian Attenhofer (vorne) und Martin Slaninka.

Können nicht zufrieden sein: Gian Attenhofer (vorne) und Martin Slaninka.

Marc Schumacher / freshfocus

Der ein oder andere Spieler des HSC Suhr Aarau dürfte gedanklich schon in Richtung Slowenien unterwegs gewesen sein. Anders ist der zittrige Auftritt am gestrigen Abend kaum zu erklären.

Zwischen den beiden Europacup-Spielen gegen Ormoz gab es in der Schachenhalle die Pflichtaufgabe Basel zu bewältigen. Und der HSC scheiterte daran: Gegen den Tabellenvorletzten spielte er nur Unentschieden. «Wir haben heute gefühlt im zweiten Gang gespielt», sagte ein enttäuschter Leonard Pejkovic nach Spielschluss. «So reicht es nicht.»

Gewiss, in der allerletzten Spielminute hätten die Hausherren gut und gerne zum Sieg treffen können. Der Versuch misslang, und wirklich verdient wäre es ohnehin nicht gewesen. Wie schon in vielen der Spiele zuletzt war es die Defensive, die den Ansprüchen nicht genügte. 16 Gegentore zur Pause gegen einen Abstiegskandidaten sind zu viel, 30 nach vollendeter Spieldauer sind es ebenso.

Die Defensive war abermals nicht stilsicher

Gegen den RTV gab Trainer Aleksandar Stevic einigen Akteuren Zeit und Raum, die zuletzt aussen vor gewesen waren. Erst nach 18 Minuten schickte Stevic seine etatmässigen Spielmacher Sergio Muggli und Manuel Zehnder auf die Platte. Letzterer hatte ja ein ganz besonderes Erfolgserlebnis in Aussicht: Würden ihm zwei Tore mehr als dem Basler Aleksander Spende gelingen, würde er sich an die Spitze des Topskorer-Rankings in der Liga schieben. Erst aber wirkte Zehnder fahrig. Die ersten Würfe vergab er, einen Pass spielte er in die Hände eines Baslers. Nur beim Siebenmeter war Zehnder stilsicher.

Telegramm

Suhr Aarau - Basel 30:30 (15:16)

Schachenhalle. SR Capoccia/Jucker. 280 Zuschauer.

Suhr Aarau: Scheidiger (1 Parade)/Durica (2)/Grazioli (2); Reichmuth (2 Tore), Hofer (2), Zehnder (11/6), Attenhofer (1), Aufdenblatten (4), Silva (2), Parkhomenko (3), Pejkovic (1), Muggli (1), Strebel, Slaninka (3).

Basel: Willimann (7 Paraden)/Kühner; Berger (1 Tor), Cagalj (6), Stamenov, Voskamp (1), Mauron (1), Esono Mangue, Spende (10/4), Dietwiler, Dietwiler (2), Paban Lopez (9), Krause.

Stilsicherheit konnte man der Verteidigung Suhr Aaraus beim besten Willen nicht bescheinigen. Die Basler bekam das Heimteam während der gesamten Partie nie in den Griff. War es zuletzt die Offensive gewesen, die die defensiven Schwächen zu kaschieren vermochte, schwächelte auch diese.

Nicht einmal ein (inoffizieller) Trostpreis blieb dem HSC vergönnt: Zehnder traf elf Mal, Spende zehn Mal. Das reichte Zehnder nicht zur alleinigen Zwischenführung. Die beiden liegen in der Torjägerwertung nun gleichauf.

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