NLA-Handball
HSC verliert und sorgt sich um Tim Aufdenblatten, der ins Spital musste

Der HSC Suhr Aarau verliert sein Auswärtsspiel gegen Wacker Thun 20:26. Dies rückt aber in den Hintergrund, weil Co-Captain Tim Aufdenblatten mit einer Oberschenkelverletzung ins Spital musste.

Martin Probst
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Tim Aufdenblatten erlitt im Spiel gegen Wacker eine Oberschenkelverletzung.

Tim Aufdenblatten erlitt im Spiel gegen Wacker eine Oberschenkelverletzung.

Marc Schumacher / freshfocus

Wie schlimm ist die Verletzung von Tim Aufdenblatten? Diese Frage beschäftigt nach der 20:26-Niederlage des HSC Suhr Aarau bei Wacker Thun in den Reihen der Aargauer am meisten. Der Co-Captain musste kurz vor Schluss nach einem "Pferdekuss" raus und humpelte nach Spielende mit einem einbandagierten Oberschenkel und gestützt in die Garderobe.

Sorgen bereitet im Umfeld des HSC vor allem, dass der Oberschenkel schon nach kurzer Zeit komplett angeschwollen war. Was den Verdacht nahelegt, dass Flüssigkeit oder Blut nicht wie gewünscht ablaufen können. Aufdenblatten wurde zu genaueren Untersuchungen ins Spital gebracht. Eine Diagnose steht noch aus. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Ein früher Rückstand, der bis zum Schluss bestand hält

Das Spiel selbst rückte dadurch selbstredend in den Hintergrund. Der HSC Suhr Aarau geriet gegen Wacker Thun relativ schnell mit 0:4 ins Hintertreffen. Und diesem Rückstand lief das Team von Misha Kaufmann bis zum Schluss hinterher. Mal einem Tor mehr, mal einem weniger. Doch so richtig ran kam der HSC in den 55 verbleibenden Spielminuten nie.

Soweit die Zusammenfassung dieser 20:26-Niederlage in aller Kürze. Trotzdem lohnt sich ein genauerer Blick auf das Geschehen. Warum konnte der HSC nicht an die starke Leistung beim 28:25-Sieg vor einer Woche gegen St. Otmar St. Gallen anknüpfen? So viel sei bereits jetzt verraten: an einem einzigen Punkt lässt sich das nicht festmachen.

Vielmehr war es eine Verkettungen von Dingen, die nicht ganz so gut klappten wie noch vor eine Woche gegen St. Otmar. Doch beginnen wir mit dem Gegner: Wacker Thun gelang es deutlich besser, die Lücken in der HSC-Defensive zu finden und zu nutzen. Zwar war HSC-Goalie Jannis Scheidiger mit einer Abwehrquote von 35 Prozent erneut ein starker Rückhalt. Weil sein Gegenüber Flavio Wick aber mit einer Quote von 43 Prozent brillierte, ist eine erste Erklärung für die Niederlage gefunden.

Der nächste Spieler auf der Verletztenliste

Doch es war nicht nur Wick im Tor der Thuner, der den Unterschied machte, es war auch der HSC in der Offensive, der an diesem Nachmittag sündigte. Bezeichnend: Keiner der HSC-Akteure brachte es auf eine 100-Prozent-Torquote. Oder: Teamleader Tim Aufdenblatten, in der Regel ein sehr sicherer Werfer, konnte nur 5 seiner 12 Schüsse im Tor unterbringen, ehe er die Platte aus oben erwähnten Gründen verletzt verlassen musste.

Auffällig war erneut, dass Misha Kaufmann derzeit die Alternativen fehlen, um das Spiel stark zu verändern. Zwar rotierte er auch in Thun, das konnte die fehlende Breite im Kader aber nicht kaschieren. Noch immer ist die Verletztenliste zu lang. Und wird nun mit Aufdenblatten wohl sogar noch länger. Zwar konnte mit Lukas Laube ein zuvor verletzter Spieler ins HSC-Team zurückkehren. Doch mit Gian Attenhofer fehlte dafür ein nächster Akteur. Dies aber immerhin nur aufgrund einer Grippe, die ihn stoppte.

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