NLA-Handball
Gelingt dem HSC Suhr Aarau die Rückbesinnung auf die altbekannte Defensiv-Stärke?

Die NLA-Handballer des HSC Suhr Aarau empfangen am Sonntag, 14. Februar, Wacker Thun. Im dritten Spiel des Jahres 2021 lockt der dritte Sieg – und das, obwohl die Mannschaft von Spielmacher Tim Aufdenblatten zuletzt ungewöhnlich viele Gegentreffer kassiert hat.

Dean Fuss
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HSC-Spielmacher Tim Aufdenblatten (M.) strebt mit seiner Mannschaft im dritten Spiel des neuen Jahres den dritten Sieg an.

HSC-Spielmacher Tim Aufdenblatten (M.) strebt mit seiner Mannschaft im dritten Spiel des neuen Jahres den dritten Sieg an.

Bild: Ralph Ribi

Der HSC Suhr Aarau hat im NLA-Vergleich weiterhin mit Abstand am wenigsten Gegentreffer kassiert. Und das, obwohl die Mannschaft von Spielmacher Tim Aufdenblatten in den beiden bisherigen Partien 2021 insgesamt 55 Gegentreffer zugelassen hat.

Das ist ungewohnt. Denn sowohl beim 39:32-Auswärtssieg gegen St.Otmar als auch beim 32:23-Heimsieg gegen den TV Endingen lag die Anzahl der Gegentreffer des HSC über dem Durchschnitt all seiner Meisterschaftspartien der laufenden Saison im Jahr 2020.

Da hatte Suhr Aarau in 16 Partien insgesamt 344 Gegentreffer und damit 21,5 pro Partie kassiert. Im neuen Jahr liegt dieser Wert bisher bei 27,5. Für eine Mannschaft, deren Defensivarbeit einen hervorragenden Ruf hat und die jeden Gegner vor grosse Probleme stellen kann, ist das kein guter Wert.

Gleichwohl hat der HSC im laufenden Jahr vier von vier möglichen Punkten geholt. Dementsprechend macht sich der 25-jährige Aufdenblatten auch keine Sorgen:

«Bisher war die Deckung unsere grösste Stärke. Deshalb bin ich sehr zuversichtlich, dass wir da wieder zu alter Stärke zurückfinden. Wir müssen nichts Neues erfinden, sondern einfach wieder das Niveau erreichen, das wir vorher hatten.»

Ausserdem sei es eine sehr komfortable Situation, dass man nun bereits wisse, woran man arbeiten müsse: «In diesem Jahr funktioniert der Rückzug bisher nicht. Da haben wir viel zu viele Gegentreffer kassiert. Das muss besser werden. Dafür läuft es im Angriff viel besser als auch schon», sagt Aufdenblatten.

Ein Blick in die Statistik bestätigt auch diesen Eindruck: Die 71 geworfenen Tore in den beiden bisherigen Partien 2021 ergeben 35,5 Treffer pro Partie, in den 16 vorherigen Meisterschaftspartien war es noch 24,6 gewesen.

Als Favorit ins Heimspiel gegen Wacker Thun

Ins Heimspiel vom Sonntag gegen Wacker Thun geht der HSC als Favorit. Das bestätigt auch Aufdenblatten:

«Das ist so und wir dürfen das auch selbstbewusst sagen.»

Dass dem so ist hat einerseits damit zu tun, dass der fünftplatzierte HSC satte zwölf Punkte Vorsprung auf die Berner Oberländer aufweist. Andererseits hat der HSC Wacker zu Hause zuletzt mit 29:14 richtiggehend aus der Halle gefegt.