NLA-Handball
Dem HSC Suhr Aarau könnte gegen den BSV Bern der vierte Sieg in Folge gelingen – doch Trainer Misha Kaufmann will sich nicht mit Siegesserien beschäftigen

Dem HSC Suhr Aarau winkt mit einem Sieg am Donnerstagabend (Anpfiff: 19.45 Uhr) auswärts beim BSV Bern die längste Siegesserie der Saison.

Dean Fuss
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HSC-Trainer Misha Kaufmann kümmert sich nicht um den möglichen Ausbau der Siegesserie.

HSC-Trainer Misha Kaufmann kümmert sich nicht um den möglichen Ausbau der Siegesserie.

Bild: Alexander Wagner

Zweimal war der HSC Suhr Aarau in der laufenden Saison bisher während fünf Partien in Serie ungeschlagen geblieben. Aber vier Siege in Serie? Das ist den Aargauern bisher in dieser Spielzeit noch nicht gelungen.

Dieser Umstand könnte sich aber heute Abend (Anpfiff: 19.45 Uhr) ändern: Dann nämlich, wenn die Aargauer ihr Gastspiel beim BSV Bern siegreich gestalten können.

«Ich kümmere mich nicht um die Siegesserie, sondern um unser Auftreten. Für mich ist wichtig, dass meine Mannschaft umsetzt, was wir uns für die Partie vornehmen», sagt HSC-Trainer Misha Kaufmann.

HSC geht als Favorit in die Partie in Bern

Und die Vorgabe ist klar: Gegen die Berner muss ein Sieg her. «Wir müssen uns gegen den BSV voll und ganz auf uns selbst konzentrieren. Wir gehen als Favorit in die Partie und wollen dementsprechend unser Spiel aufziehen.»

Ein Blick in die NLA-Tabelle unterstreicht diese Einschätzung auch statistisch: Zwölf Punkte liegen mittlerweile zwischen dem fünftklassierten Suhr Aarau und den sechstklassierten Bernern, die ausserdem bereits zwei Partien mehr bestritten haben.

Erst 31 Gegentreffer hat der HSC gegen den BSV in den beiden Direktduellen im bisherigen Saisonverlauf kassiert – gleichwohl haben sowohl die Aargauer (25:13) als auch die Berner (18:17) je ein Mal gewonnen. Auch deshalb merkt Kaufmann an:

«Einfach wird es trotz der Ausgangslage nicht: Denn jedes Spiel hat seinen eigenen Charakter, bringt eigene Schwierigkeiten mit sich. Umso wichtiger ist es für uns, den Fokus zu behalten und uns den Sieg zu erarbeiten. Nichts fällt uns einfach so zu.»

Und gerade auch deshalb will sich Kaufmann erst gar nicht mit der möglichen Dauer von Siegesserien auseinandersetzen.

Timothy Reichmuth wieder einsatzbereit

Für die Partie in Bern kann Kaufmann wieder auf Timothy Reichmuth, die nominelle Nummer 1 auf dem linken Flügel zählen.

Der 22-Jährige hat nach seiner Infektion mit dem Coronavirus das vom HSC angewendete internationale «Return to play»-Protokoll durchlaufen und dürfte sein Comeback geben.

Strebel und Peter fallen weiter aus, Muggli und Parkhomenko fraglich

Hingegen fallen sowohl Allrounder Patrick Strebel als auch Flügelspieler Jan Peter weiterhin verletzt aus. Ausserdem bereiten Kaufmann die beiden Rückraumspieler Sergio Muggli und Daniel Parkhomenko Sorgen.

HSC-Rückraumspieler Sergio Muggli plagt sich nach einem Misstritt mit einer Verletzung im Sprunggelenk herum.

HSC-Rückraumspieler Sergio Muggli plagt sich nach einem Misstritt mit einer Verletzung im Sprunggelenk herum.

Bild: Alexander Wagner

Beide kämpfen nach Misstritten mit Schmerzen im Sprunggelenk. Ersterer hat sich die Verletzung beim 24:15-Sieg gegen Wacker Thun am vergangenen Sonntag zugezogen, Letzterer im Training. Beide sind für die Partie in Bern fraglich.

Gute Neuigkeiten aus dem Spital

Auch der Staff des HSC geht derzeit an Krücken: Im übertragenen Sinn gilt das für Trainer Kaufmann, der sich mit Knieproblemen herumplagt.

Im Wortsinn trifft das oben genannte Bild auf Goalietrainer Milos Cuckovic zu: Der 37-Jährige hat sich am Dienstag einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen, wird aber heute Abend in Bern mit dabei sein.

Tom Reichmuth.

Tom Reichmuth.

Bild: Sandra Ardizzone

Hingegen wird Assistenztrainer Tom Reichmuth auch heute Abend an der Seitenlinie fehlen. Gleichwohl gibt es gute Neuigkeiten vom 52-jährigen Baselbieter: Er hat sich inzwischen so weit von seiner Corona-Erkrankung erholt, dass er das Spital am Mittwoch verlassen konnte.

Nach der Partie vom vergangenen Sonntag hatte die gesamte Mannschaft ihrem Assistenztrainer mittels Herz-Botschaft eine gute Genesung gewünscht. Insofern dürfte die erfreuliche Nachricht dem HSC für die Partie von heute Abend in Bern einen zusätzlichen Motivationsschub verleihen.