NLA-Handball

Niederlage trotz beherzter Leistung: Der TV Endingen verliert bei Leader Pfadi Winterthur mit 27:30

Topskorer Claudio Vögtli und sein TV Endingen treffen auswärts auf Pfadi Winterthur - trotz selbstbewusster Leistung müssen beide aber eine 27:30-Niederlage hinnehmen.

Topskorer Claudio Vögtli und sein TV Endingen treffen auswärts auf Pfadi Winterthur - trotz selbstbewusster Leistung müssen beide aber eine 27:30-Niederlage hinnehmen.

Der TV Endingen wartet weiter auf seinen ersten Saisonsieg seit dem Wiederaufstieg in die NLA. Das Auswärtsspiel bei Leader Pfadi Winterthur geht mit 27:30 verloren, nachdem die Surbtaler bis siebeneinhalb Minuten vor dem Ende von einer Überraschung träumen durften.

Gut siebeneinhalb Minuten vor Schluss gelingt es dem TV Endingen mit dem 25:25 zum letzten Mal, den Spielstand auswärts gegen Pfadi Winterthur auszugleichen. Weil den Surbtalern in den folgenden drei Minuten aber nichts mehr gelingt, ist die Partie nach 55:17 Minuten und beim Spielstand von 25:29 dann doch bereits verloren. 

Dabei hatte bis in die Schlussphase hinein alles so gut ausgesehen – eine faustdicke Überraschung lag bereits ein wenig in der Luft. Ein weiterer Punktgewinn, bei idealem Spielverlauf sogar der erste Saisonsieg seit dem Wiederaufstieg in die NLA, lagen nach 52:26 Minuten durchaus im Bereich des Möglichen.

Und das, obwohl der TVE ab der 5. Spielminute mit vier und zwischenzeitlich gar fünf Treffern zurückgelegen war. Erst nach etwas mehr als zwei Dritteln der Spielzeit war den Surbtalern in Winterthur der zwischenzeitliche Ausgleich zum 21:21 und damit die Rückkehr in die Partie gelungen. Aber eben: In der Schlussphase zeigte sich Leader Pfadi effizienter als der TVE.

Routine der Verletzten fehlt

«Zum wiederholten Mal ist der Spielstand kurz vor Schluss ausgeglichen und dann fehlen uns in dieser Phase die entscheidenden Tore vorne», sagt TVE-Geschäftsführer Christian Villiger. Es sind eben auch diese Phasen, wo die Langzeitverletzten Captain Christian Riechsteiner (Teilabriss des Trizeps), Joel Huesmann (Mittelhandbruch) und Sven Schafroth (Riss des Syndesmosebandes) mit ihren spielerischen Mitteln und ihrer Routine schmerzlich fehlen.

Ein Blick in die Statistik zeigt neben den fehlenden Treffern in der Schlussphase auch: Dem TVE unterlaufen zu viele Technische Fehler. Insgesamt deren 16 waren es am Samstag gegen Pfadi. «Wenn man gewinnen will, ist das schlicht und einfach zu viel», sagt Villiger.

Starker Torhüter und durch Verantwortung gestärkte Spieler

Lukas Riechsteiner und Topskorer Claudio Vögtli, die derzeit gerade aufgrund der verletzungsbedingten Abwesenheiten viel Spielanteile erhalten, wachsen an der zusätzlichen Verantwortung auf ihren Schultern: «Sie machen einen super Job», sagt Villiger. Vötli zeichnete sich ausserdem mit sieben Treffern als erfolgreichster Werfer des TVE aus.

Eine starke Partie zeigte auch TVE-Torhüter Vit Schams. Der 28-jährige Tscheche liess sich 18 Paraden und eine gute Abwehrquote von 38 Prozent notieren. «Er hat ausgezeichnet gehalten und kommt immer besser in Fahrt», sagt Villiger. Die siebte Niederlage in der neunten Partie konnte aber schliesslich auch Schams nicht verhindern.

Tonar scheint nicht die gewünschte Verstärkung zu sein

Sein Landsmann Michal Tonar hingegen scheint überhaupt nicht in Fahrt zu kommen. Null Treffer bei drei Würfen und zwei Technische Fehler weist das Matchblatt vom Samstag für den 26-Jährigen aus.

In fünf Partien hat der Rückraumspieler magere acht Treffer erzielt, die erhoffte Verstärkung zur Kompensation der Ausfälle der Leistungsträger wie Christian Riechsteiner scheint er nicht zu sein. So wird er sich kaum für eine Verlängerung seines bis Weihnachten laufenden Vertrages in Endingen aufdrängen können.

Am kommenden Samstag auswärts gegen Kriens-Luzern

Die nächste Chance auf den ersten Saisonsieg für den TVE seit dem Aufstieg folgt am kommenden Samstag, 9. November, mit dem Auswärtsspiel beim HC Kriens-Luzern. Die Partie bei den stark in die Saison gestarteten Innerschweizer im Maihof wird um 18 Uhr angepfiffen.

Erneut kann der TVE ohne grossen Druck aufspielen. Gegen Kriens-Luzern sind im Kampf gegen den sofortigen Wiederabstieg keine Punkte budgetiert. «Die Ausgangslage für diese Partie ist ähnlich, wie gegen Pfadi. Wobei Winterthur schon noch etwas stärker einzuschätzen ist. Umso mehr, macht uns die Erfahrung vom Samstag in Hinblick auf das nächste Spiel auch Mut», sagt Villiger.

Sie haben die Partie verpasst? Schauen Sie sie sich hier in der Aufzeichnung des Livestreams nach:

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